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Musik, die Hörgewohnheiten zuwider läuft

Peine Musik, die Hörgewohnheiten zuwider läuft

Peine. Die pädagogische Initiative von Kantor Christof Pannes ist beispielhaft, dem eigenen Chor und letztendlich der Peiner Musikszene ein Konzert anzubieten, das den gemeinhin verbreiteten Hörgewohnheiten zuwider läuft. Die gut gefüllte Jakobikirche und die eindringliche Umsetzung gaben Pannes und den Ausführenden Recht.

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Meisterten das anspruchsvolle Konzert bravourös: Die Sänger der Kantorei.

Peine. Als Abschluss der Konzertreihe zur Wiedereinweihung der renovierten Orgel war ein Programm gewählt worden, das durch seine zeitgenössischen Kompositions-Strukturen und den gleichzeitigen Rückgriff auf religiöses Basismusizieren einen selten gehörten Einmaligkeitswert erhielt.

Flankiert von zwei thematisch nahestehenden Brahms-Werken beherrschte der französische Komponist und langjährige Konzertorganist Maurice Duruflé (1902-1986) das Programm – jener Professor für Harmonielehre, der die Elemente des Spätromantik und des Impressionismus gern mit denen des gregorianischen Chorals verbindet.

Hier lag die Herausforderung des Konzertabends für die Hörenden und vor allem für die Ausführenden: Statt gewohnter Terzen bestimmten eher Quarten und reibende Sekunden – und dies teils in gewaltigen Überlagerungen – den Klangeindruck. Enharmonische Verwechslungen, eine verminderte oder übermäßige Akkordik und dann wieder eine subtile Einstimmigkeit stellten an die Kirchenkreiskantorei höchste Anforderungen, die sie bravourös meisterte.

Jens-Peter Enk – ein Meister seines Faches – bereitete sehr subtil und dann auch wieder kraftvoll an der Orgel auf jene Klangerwartungen vor.

In „O Tod, wie bitter bist du“, einem Requiem für Mezzosopran (überzeugend: Theresa Sommer), Chor und Orgel ging es um die Assoziationen an das eigene Sterben. Dirigent und Ausführende lassen am Ende den Zuhörer in dieser ihn betreffenden Vision nicht los, weshalb verständlicherweise nach einem längeren Moment der Stille der verdiente Beifall nicht so recht aufbranden will. Umso nachhaltiger gilt es, an dieser Stelle und im zeitlichen Abstand für einen ergreifenden Konzertabend herzlich zu danken.

hl

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