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Mundstock-Einbrecher musste vor Gericht

Kreis Peine Mundstock-Einbrecher musste vor Gericht

Kreis Peine. Rund ein halbes Jahr lang ging eine sechsköpfige Bande im Peiner Land, in Braunschweig, Salzgitter und Hildesheim auf Raubzug. Unter anderem war das Wedtlenstedter Busunternehmen Mundstock Ziel der Diebe.

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Der Angeklagte (32) musste sich vor dem Landgericht Braunschweig verantworten.

Quelle: jak

Kreis Peine. Während ein Teil der Bande bereits 2010 vor Gericht stand, fand gestern für ein weiteres Mitglied (32), das sich derzeit in Untersuchungshaft befindet, der Prozessauftakt statt.

Erster Staatsanwalt Christian Kniffka verlas 15 Anklagepunkte: Im Zeitraum zwischen Juni und Dezember 2009 beging die Bande, deren Mitglieder sich teilweise illegal in Deutschland aufhielten, Einbrüche in Peine, Braunschweig, Hildesheim, Salzgitter, Wolfsburg, Goslar und Wolfenbüttel. Dabei erbeuteten die Täter rund 160 000 Euro und verursachten erhebliche Sachschäden. Auf die Spur kam die Polizei der Bande nach dem Hinweis eines Ladendetektivs. Dieser beobachtete einige Personen beim Einkauf von Werkzeug in einem Baumarkt bei Wolfsburg und schoss Fotos. Als es einige Tage nach dem Einkauf in der Nähe des Baumarktes zu einem Einbruch in ein Heimtextilien-Geschäft kam, meldete der Detektiv seine Beobachtungen bei der Polizei. Diese fahndete nach der Bande und konnte sie schließlich 2010 bei einem Einbruch in eine McDonalds-Filiale bei Magdeburg stellen.

Der 32-jährige Angeklagte konnte unerkannt flüchten und setzte sich nach Süddeutschland an die französische Grenze ab. In Frankreich beging er mit einer anderen Bande diverse Einbrüche in Privathäuser, bis er von der französischen Polizei gestellt, zu fünf Jahren Haft verurteilt und an die deutschen Behörden übergeben wurde. Der im Kosovo gebürtige Angeklagte gestand die ihm vorgeworfenen Anklagepunkte.

Dies legte ihm Staatsanwalt Christian Kniffka in seinem Plädoyer auf zwei Jahre und neun Monate Haft positiv aus. Allerdings gab der Staatsanwalt ebenfalls zu bedenken, dass sich der Lebenswandel des Angeklagten auch nach seiner Flucht nach Süddeutschland nicht geändert habe.

Verteidigerin Geraldine Wille-Laaß betonte in ihrem Plädoyer ebenfalls das Geständnis des Angeklagten, verwies jedoch auf die bereits vergangene Zeit zwischen den Taten und der Verhandlung, sowie auf die Sachlage, dass sich der Angeklagte bereits seit seiner Festnahme in Frankreich im Jahr 2010 in Haft befinde. Auch sie plädierte auf zwei Jahre und neun Monate.

Das Urteil spricht Richter Serra de Oliveira am zweiten Verhandlungstag, der für kommenden Dienstag, 23. Juni, festgesetzt ist.

jak

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