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Mühle ohne Wasserrad, aber mit Turbine

Peine / Eixe Mühle ohne Wasserrad, aber mit Turbine

Die Fuhse liefert Strom. An diesem Tag etwa zehn Kilowatt. „Das reicht für rund vier bis fünf Haushalte“, erklärt Wolfgang Tostmann, der am „Tag des offenen Hofes“, die Führungen durch die Eixer Mühle begleitete.

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Quelle: Ralf Büchler

Eixe. In der Mühle fließt das Fuhsewasser auf die Flügel einer liegenden Turbine – auf diese Weise wird der Strom erzeugt. „Das romantische Mühlenrad gibt es nicht mehr“, sagt Tostmann.

Betreiber der Mühle und des kleinen Landhandels, wo gestern der „Tag des offenen Hofes“ stattfand sind Bernd Gödecke und seine Lebensgefährtin Ines Merkel.

In ihrem kleinen Laden in der Mühle gibt es Tiernahrung, Gartendünger und eine persönliche Beratung. „Geh zur Eixer Mühle“, werde Kleingärtnern oder Haustierbesitzern oft geraten, erzählt ein Besucher.

Denn Gödecke ist nicht nur ein kompetenter Fachmann, er verkauft seinen Kunden auch kleine Mengen seiner Ware. „Wenn eine ältere Dame kommt und nur eine Handvoll Vogelfutter haben möchte, bekommt sie die gewünschte Menge. „Das ist ein Tante-Emma-Laden-Gefühl“, sagt Merkel. Allerdings ärgerte sie sich, dass am Tag des Hofes nur wenige Besucher den Weg nach Eixe gefunden hatten.

„Die Bewerbung haben wir rechtzeitig eingereicht, sie ist aber nicht pünktlich beim Landvolk Niedersachsen eingegangen“, sagt sie. Aus diesem Grund tauchte die Eixer Mühle in den Flyern zur Veranstaltung nicht auf und viele Auswärtige kamen nicht auf die Idee einer Stippvisite.

Dabei wurde viel geboten: Von frischgebackenen Waffeln bis zu Kunstgewerbe für den Garten und besonderen Wein,- und Sektmarmeladen reichte die Palette der Angebote. Bei Annabell Schliep konnten Groß und Klein ihren Geruchssinn schärfen. In fünf kleinen Dosen befanden sich verschiedene duftende Dinge. Der fünfjährige Marlon Hennies stellte sich geschickt an.

Er erkannte eine Handvoll Erde am Geruch und bemerkte beim Riechen an einer anderen Dose: „Das ist wohl ein Gewürz“. Es stellte sich als Schnittlauch heraus.

Etwas schwerer war es, Gegenstände zu ertasten. Murmeln und Muscheln wurden von den Besuchern gut erkannt. Zwei kleine Kartoffeln dagegen meist für Steine gehalten. Dabei war mancher erstaunt, wie fest die Mittagstischbeilage im Rohzustand sein kann. Der „Tag des offenen Hofes“ ist auch ein Tag der besonderen Eindrücke. Demnächst kann die Eixer Mühle wieder besichtigt werden. Am 15. August wird das große Mühlenfest gefeiert.

fl

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