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Moscheevereine: Demo gegen Rassismus

Peine Moscheevereine: Demo gegen Rassismus

Peine. Jedes Jahr im März findet die internationale Woche gegen Rassismus unter dem Motto „Alle anders - alle gleich“ statt.

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„Alle anders - alle gleich“: Die drei Peiner Moscheevereine hatten zu einer Kundgebung vor der City-Galerie eingeladen.

Quelle: im

Um auch vor Ort ein Zeichen zu setzen, hatten die drei Peiner Moscheevereine zu einer Kundgebung vor der City-Galerie eingeladen. Rund 150 Menschen waren dem Aufruf gefolgt. „Wir sind Peiner“, bekräftigte Türkes Tosun, Sprecher der Takva-Moschee, als er die Gäste begrüßte, unter ihnen auch Mustafa Altun von der Ditib-Moschee. Es folgte eine Gedenkminute für die Opfer des Flugzeugabsturzes in den französischen Alpen.

Der erste Vorsitzende des Vereins der Takva-Moschee, Adem Tatli, dankte für die Teilnahme an der Kundgebung und betonte, wie wichtig es sei, Zeichen gegen Ausgrenzung und Hass zu setzen: „Wir haben alle eine gemeinsame Wertebasis, die auf gegenseitiger Wertschätzung und dem Grundgesetz basiert. Die Freiheit des Glaubens und der Meinung sind ein hohes Gut. Rassismus hingegen ist menschenverachtend.“

Kundgebung gegen Rassismus in Peine.

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Seit 60 Jahren lebe man nun in vierter Generation zusammen. Auch die Zukunft solle gemeinsam gestaltet werden, ohne dass man sich von Extremisten, die sich fälschlich auf eine Religion berufen, beeinflussen lässt. „Wir demonstrieren heute Einigkeit und Geschlossenheit. Wir sind Peiner!“, sagte Tatli.

Bürgermeister Michael Kessler schloss sich diesen Aussagen an, nahm aber auch Bezug auf die Tendenzen wachsender Fremdenfeindlichkeit in Europa. „Das sind Menschen, die noch nicht erkannt haben, dass Vielfalt ein Gewinn ist, dass sich verschiedene Kulturen ergänzen und gegenseitig befruchten können“, führte er aus.

Gleichzeitig lobte er die Selbstverständlichkeit, mit der viele junge Leute und Kinder mit der Multikulturalität der Gesellschaft umgehen sowie deren Bereitschaft, im Ausland wie etwa beim Studium fremde Kulturen kennenzulernen.

„Wir wünschen uns in Peine ein Klima der Toleranz und des Miteinanders - ob Christen, Moslems, Juden, ob mit türkischem, mit arabischem, mit russischem oder chinesischem Hintergrund“, sagte Kessler und hielt ein Plakat von Walter Gropius mit dem Titel „Meine Lieblingsfarbe ist bunt“ hoch.

Abschließend bekräftigten noch Jürgen Eggers (Linke) und Gerd Meister (SPD) die Ablehnung des Rassismus, bevor alle Anwesenden eine Menschenkette bildeten und Luftballons in den Himmel steigen ließen.

Aus Sicht der Peiner Polizei verlief die angemeldete Veranstaltung „störungsfrei und ohne besondere Vorkommnisse“.

nic

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