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Mord-Prozess: Andreas S. gesteht Tötung seiner vier Kinder

Groß Ilsede Mord-Prozess: Andreas S. gesteht Tötung seiner vier Kinder

Hildesheim/Ilsede. Geständnis zum Prozessauftakt: Andreas S. (37) aus Groß Ilsede hat gestern vor dem Landgericht Hildesheim zugegeben, seine vier Kinder mit einem Messer getötet zu haben. "Ich möchte nur sagen, ich hab’ es gemacht. Es tut mir leid, was ich meinen Kindern und meiner Frau angetan habe", sagte der Angeklagte mit zitternder Stimme.

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Im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Hildesheim: Der Angeklagte aus Groß Ilsede (grüne Jacke) mit seinem Verteidiger Henning Sonnenberg.

Dem Mann wird vorgeworfen, seine fünf, sieben und neun Jahre alten Söhne und die zwölfjährige Tochter nachts in deren Kinderzimmern getötet zu haben. Die Mutter war zur Tatzeit am 14. Juni im Urlaub in Dänemark. Sie hatte zuvor ihrem Mann am Telefon gesagt, dass sie sich nun endgültig von ihm trennen werde.

In drei Fällen geht die Staatsanwaltschaft von Mord aus. Die Söhne schliefen, als sie von ihrem Vater getötet wurden. Die zwölf Jahre alte Tochter wurde offenbar wach und wehrte sich. Daraufhin soll ihr Vater ihr den Mund zugehalten und ihr ebenfalls mit einem Messer tödliche Schnittverletzung am Hals zugefügt haben. Was denn los sei, soll das Mädchen zuvor noch gefragt haben. In diesem Fall lautet die Anklage auf Totschlag. Der Vorsitzende Richter Ulrich Pohl wies jedoch darauf hin, dass es sich wegen Heimtücke auch in diesem Fall um Mord handeln könnte. Das Mädchen habe keine Möglichkeit gehabt, zu fliehen. Die Zeit zum Erkennen der Gefahr sei zu gering gewesen. Nach den Taten hatte der Angeklagte die toten Kinder auf das Ehebett gelegt und versucht, sich selber umzubringen. Wie Staatsanwalt Wolfgang Scholz erläuterte, habe der Angeklagte vor der Tat Alkohol getrunken.

Der 37-Jährige, der bei einer Autobahnmeisterei arbeitete, hatte im Juli eine umfassende richterliche Aussage gemacht, die gestern verlesen wurde. Unter anderem führte er Alkoholprobleme und Selbstmordgedanken an. Über letztere soll er kurz vor der Tat auch mit seiner Tochter gesprochen haben. Zu den Taten sagte der Angeklagte damals: „Ich hatte einen Filmriss.“ Die Erinnerung habe erst eingesetzt, als er einen seiner Söhne mit dem Messer getötet habe. Pohl las auch aus dem Abschiedsbrief des 37-Jährigen vor. „Ich hoffe, ich bin jetzt mit meinen Kindern auf ewig zusammen“, heißt es darin. Die Mutter tritt als Nebenklägerin auf, erschien gestern jedoch nicht im Gerichtssaal.

Hier können Sie die komplette Berichterstattung zum Thema nachlesen:

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