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Modellschiffbauer präsentiert seine Flotte

Peine Modellschiffbauer präsentiert seine Flotte

Peine. Als Lothar Menzel 1961 seinen Dienst auf der ehemaligen „USS Fletcher“ bei der Bundesmarine antrat, kam er gar nicht mehr aus dem Staunen heraus.

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Mit viel Liebe zum Detail: Lothar Menzel baut seit zehn Jahren Modellschiffe aus ganz einfachen Haushaltsgegenständen

Quelle: mgb

Es war nicht die wohltuende salzige Luft oder die unberechenbare aufgepeitschte See bei seinen wochenlangen Reisen, die den 72-Jährigen als Jugendlichen faszinierten, vielmehr interessierte er sich für den Zerstörer in all seinen Facetten. Mit viel Liebe zum Detail hat er dann diesen Koloss im Fahrmodell 1:100 nachgebaut „und das alles ganz ohne Baukasten“, sagt der Peiner nicht ohne Stolz.

Zugegebenermaßen hat der 72-Jährige nicht erst im Rentenalter seine Leidenschaft zum Handwerk entdeckt. „Ich habe eigentlich immer alles mögliche gebaut, sei es ein Wandschrank oder gleich ein ganzes Haus“, schildert der Senior schmunzelnd. Seinen ersten Modellbauversuch unternahm er einst in den freien Stunden seiner Dienstzeit. Das Schiff - natürlich die „Fletcher“ - hat er aber nie fertiggestellt, sein Beruf hatte ihn komplett eingespannt, weshalb er nur wenig Zeit für den Bau des Modellschiffes fand. Erst viele Jahre später griff er wieder zu seinem Handwerkszeug und fertigte die „USS Fletcher“ im Maßstab 1:200.

Als das kleine Modell fertiggestellt war, hat sich Menzel ganz seinem neuen Hobby verschrieben. So baute er den Zerstörer erneut in größerer Ausführung und ließ Platz für ein en Fernsteuerungsmechanismus. „Ich wollte das Schiff wieder im Wasser fahren sehen.“

Die dafür benötigten Bastelutensilien hatte der 72-Jährige größtenteils Zuhause in seinem Keller parat. „Die Spanten - also das tragende Bauteil zur Verstärkung des Rumpfes - habe ich aus dem Rest einer Schrankrückwand aus Sperrholz angefertigt“, erinnert sich Menzel. „Und die mächtige Antenne backbords an der Brücke hat den Fuß einer Kugelschreiberspitze mitsamt der zur Mine gehörenden Spiralfeder.“

Mittlerweile liegt der Bau der „USS Fletcher“ schon zehn Jahre zurück, weshalb Menzel inzwischen auf eine ganze Flotte an Modellschiffen zurückblicken kann. Darunter fallen unter anderem die „Cap San Antonio“, „Pegasus“ und das „USS Tugboat“.

Die „Pegasus“ hat Menzel übrigens seinem zehnjährigem Enkelsohn überlassen. Oft fahren beide bei gutem Wetter an den Schwanensee, um die ferngesteuerten Schiffe zu Wasser zu lassen und sie einmal auszufahren. „Manchmal bleibt mir dann aber doch das Herz stehen, wenn mein Enkel mit seiner Pegasus auf Kollisionskurs zum Fletcher geht“, sagt der 72-Jährige verschmitzt. „Schließlich habe ich da doch eine Menge Arbeit reingesteckt.“

mgb

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