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"Moby Dick" polarisiert das Publikum

Peine "Moby Dick" polarisiert das Publikum

Peine. Mit der Bühnenfassung von Herman Melvilles „Moby Dick“ verabschiedet sich das Theater des Ostens aus der Tourneerwelt. In Peine fand die Inszenierung von Vera Oehlschlegel geteilten Beifall.

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„Moby Dick“ in den Festsälen: Regisseurin Vera Oehlschlegel servierte dem Publikum eine intensive, dichte Inszenierung.

Quelle: im

„Moby Dick“ polarisiert die Menschen auch mehr als 160 Jahre nach Erscheinen von Herman Melvilles Roman noch. So verließen doch einige Zuschauer in der Pause das Stadttheater Peiner Festsäle - andere besetzten dafür die frei gewordenen Plätze in den vorderen Reihen, um näher am spannenden Geschehen um den Erzähler Ismael alias Felix Isenbügel, den Harpunier Queequeg (Michael Ojake), den Maat Starbuck (Matti Wien) und Kapitän Ahab (Oliver Trautwein) zu sein.

Regisseurin Vera Oehlschlegel servierte dem Publikum eine intensive, dichte Inszenierung. Die unterschiedlichen Charaktere der raubeinigen Schiffsbesatzung waren nicht nur grob strukturiert, sondern zeigten auch tiefer gehende, feine Nuancen ihrer zerrissenen Gefühlswelt.

So ließen sich die Seeleute trotz Schlechtwetters und Verlusten vom unversöhnlichen Kapitän Ahab immer wieder zum Todesschwur gegen Moby Dick aufstacheln. Doch die Flamme der Begeisterung wich immer schneller dem Zweifel am Verstand des Kapitäns und an ihrem eigenen Tun. Die Besatzung war hin- und hergerissen zwischen blutrünstigem Jagdinstinkt und klarem Menschenverstand, wie ihn ihr Maat Starbuck verkörperte. Aber auch er fügt sich.

Letztlich sind die Walfänger ihrem Kapitän auf Gedeih und Verderb ausgeliefert - auch wenn dieser sie aus purem Rachedurst auf Gedeih und Verderb auszuliefern bereit ist.

Die Leistung der Schauspieler belohnten die Zuschauer häufig mit Szenenapplaus. Den fünf neun- bis 13-jährigen Jungen aus der Peiner Wohngruppe „Bienchen“ gefiel die Vorstellung ebenfalls. Sie lesen gerade den Klassiker. „Das ist ein gutes Beispiel für das Thema Rache“, sagte Leiterin Sabine Pfaffenzeller-Scharf.

hui

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