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Mittelalterliche Funde treten im Zuge der Sanierung der Schützenstraße zutage

Peine Mittelalterliche Funde treten im Zuge der Sanierung der Schützenstraße zutage

Peine. Bei den Tiefbauarbeiten mit Ausgrabungen in der Schützenstraße bis Woltorfer Straße wurden bereits einige Funde zu Tage befördert. Das Hauptaugenmerk gelte den Relikten der mittelalterlichen Gröpern-Töpfereien, berichtet Archäologe Thomas Budde.

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Sanierungsarbeiten an der Schützenstraße: Hier treten mittelalterliche Funde aus dem 17. Jahrhundert zutage.

Quelle: oh

Das siebente Peiner Stadttor könne demnach als nachgewiesen gelten. Der etwas überraschende Befund am Übergang Gröpern-Schützenstraße bestand aus zwei Reihen mächtiger Eichenpfähle. „In der Zusammenschau zeigte sich, dass es sich nur um die Gründung eines äußeren südlichen Stadttores handeln kann, genauer gesagt, um dessen südöstliche Ecke“, so Budde.

Zudem wurden noch geringe Reste eines gelben Sandsteinmauerwerks festgestellt. Folglich müsse es sich um ein steinernes Tor gehandelt haben. Weitere Überreste des Tores dürften am Übergang Gröpern-Bahnhofstraße noch im Boden stecken und könnten bei späteren Erdarbeiten noch erfasst werden. Erst dann werde das Tor wohl insgesamt zu rekonstruieren sein.

Neun gezogene Pfähle seien gut für sogenannte dendrochronologische Untersuchungen im Göttinger Labor geeignet. So könne das Erbauungsjahr des Tores vermutlich noch im Sommer bestimmt werden.

„Das Ergebnis ist mit Spannung zu erwarten, weil es so gut wie keine Schriftzeugnisse über dieses siebente Peiner Stadttor gibt“, sagt Budde. Der hiermit erstmals archäologisch nachgewiesene äußere Stadtgraben sei bis über drei Meter tief gewesen. Er konnte mehr als zehn Meter von der Ecke am Gröpern beginnend unter der Schützenstraße verfolgt werden, zog dann nach Nordosten aus dem Leitungsgraben heraus, in Richtung nördlicher Straßenrand beziehungsweise Härke-Brauerei. Er gehört laut der Stadtpläne des 18. Jahrhunderts zu einem ausgedehnten Grabensystem, das die Gröpern-Vorstadt bis in das 19. Jahrhundert hinein umgeben hatte.

Zudem wurden zahlreiche Funde geborgen, vorwiegend aus dem 17. Jahrhundert. Ein weiterer Abschnitt des verzweigten äußeren Grabensystems konnte bei den aktuellen Erdarbeiten am Nordrand der Woltorfer Straße vor dem Schützenhaus nachgewiesen werden. Hier trat ein Teil einer Ufereinfassung aus Eichenpfosten und Spaltbohlen zutage.

Unter den frühneuzeitlichen Funden ist etwa ein platter Rippenknochen. Aus dem hatte ein Knochenschnitzer runde Scheibchen für Knöpfe, Ringe oder Spielsteine herausgestanzt.

rd

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