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Minder schwere Körperverletzung: Drei Monate Haft auf Bewährung

Peine Minder schwere Körperverletzung: Drei Monate Haft auf Bewährung

Auch, wenn er bislang unbescholten ist und ihn ein anderer Mann verbal übelst provoziert hatte, wurde ein 29 Jahre alter Mann aus Peine jetzt vom Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung im minder schweren Fall zu drei Monaten Haft verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

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Amtsgericht Peine: Hier wurde der 29-jährige Peiner zu seiner dreimonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.

Quelle: Archiv

Denn irgendwann war dem Angeklagten der Kragen geplatzt und er knallte seinem Gesprächspartner ein Bierglas auf den Kopf, das dabei zersprang. Neben seiner hauptberuflichen Arbeit als Kommissionierer muss er binnen eines halben Jahres 100 Arbeitsstunden in einem sozialen Betrieb ableisten.

Wieder einmal hatte die frei zugängliche Droge Alkohol einen ansonsten braven Familienvater in einen tumben Aggressor verwandelt. Zusammen mit einem Freund hatte er ordentlich dessen neuen Posten gefeiert. Gegen Morgen des 6. Juli 2013 traf der schon reichlich Angetrunkene in einem Imbiss in der Marktstraße einen nicht minder betrunkenen Bekannten, der auf sein früheres Verhältnis mit der Frau des Angeklagten anspielte und die Vaterschaft für dessen Kind in Zweifel zog. Da knallte der Angeklagte ihm das Glas auf den Kopf.

Die gegen 8.30 Uhr alarmierten Polizisten fanden die beiden auf dem Straßenpflaster, wobei der Angeklagte auf dem anderen Mann saß und das kaputte Bierglas noch in der Hand hielt. „Ich habe ihm das Glas aus der Hand getreten und ihn weggezogen, was er auch widerstandslos geschehen ließ“, erklärte ein Polizist.

Er sei eigentlich eher ein friedlicher Mensch und könne sich diesen Ausfall überhaupt nicht erklären, sagte der Angeklagte, der auch schon versucht hatte, sich bei dem Geschädigten zu entschuldigen - vergeblich. „Der droht, er wird Schmerzensgeld kassieren und meinem Mann trotzdem eine reinhauen“, sagte die Ehefrau (26) des Angeklagten aus. Auch sie sei von ihm schon bedroht worden.

Dem Geschädigten kann nicht viel an der Strafverfolgung gelegen haben, denn er erschien nicht als Zeuge zur Verhandlung. Die Polizeibeamten waren vergeblich zu seiner Wohnung gefahren, um ihn bei Gericht vorzuführen. Der Richter belegte ihn und eine weitere Zeugin wegen unentschuldigten Fernbleibens mit einem Ordnungsgeld von je 150 Euro, ersatzweise drei Tage Haft.

hui

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