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Millionen-Verluste bei Peiner Träger

Peine Millionen-Verluste bei Peiner Träger

Millionenverlust bei Peiner Träger, Vorstands-Chef Heinz Jörg Fuhrmann spricht von einer „Rosskur“ für den Standort Peine und einer Reduzierung der Mitarbeiter. Die PAZ fragte bei Politikern und Wirtschaftsbossen nach, welche Auswirkungen das für das Peiner Land haben könnte.

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Die Peiner Träger Gesellschaft hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 62 Millionen Euro gemacht.

Quelle: A

Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) warnt vor der Entwicklung eines Katastrophen-Szenarios: „Bei allen Problemen hat Fuhrmann deutlich gemacht, dass der Standort derzeit nicht in Gefahr ist. Dass er eine Standortgarantie nicht auf alle Ewigkeit geben kann, liegt auf der Hand.“

Zudem habe Fuhrmann von einer Reduzierung der Beschäftigten, nicht aber von Entlassungen gesprochen. „Dieser feine Unterschied deutet daraufhin, dass es nicht um Personalabbau bei der Stammbelegschaft geht“, sagte Kessler. Allerdings sei Peine bei weitem nicht mehr so abhängig von der Stahlindustrie wie beispielsweise noch in den 1980er Jahren. „In den vergangenen Jahrzehnten bis heute konnte eine Fülle von neuen Betrieben in Peine angesiedelt werden mit der Folge, dass es neben Peiner Träger ein großes und vielfältiges Angebot an Arbeitsplätzen gibt“, sagte Kessler.

Andreas Meier, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, sagte: „Die große Frage ist, was mit den Leiharbeitern passiert, die im Werk beschäftigt sind. Um sie mache ich mir große Sorgen, sie gehören schließlich nicht zur Stammbelegschaft.“ Aber auch die Leiharbeiter stammten aus der Region und wenn sie arbeitslos würden, steckten Schicksale von Menschen vor Ort dahinter.

Dass der Standort Peine aktuell in Gefahr ist, glaubt Meier nicht. „Mit dem Programm ,Salzgitter 2015‘ hat der Konzern die Probleme erkannt und ist dabei, sie zu lösen“, sagte er. Bernhard Michels, stellvertretender Vorsitzender des Industrievereins, sagte: „Die Probleme der Salzgitter AG haben zwar auch etwas mit der Wirtschaftskrise in Südeuropa zu tun und der Konkurrenz, die billiger produziert, aber auch die Politik ist gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. So darf die Energiewende nicht auf Kosten der Produktivität der Wirtschaft gehen.“

pif

Peiner Träger in der Krise

Die Verluste bei der Peiner Tochter der Salzgitter AG lagen im vergangenen Jahr bei 62Millionen Euro – neuer Negativ-Rekord. Der Konzern will jetzt die Notbremse ziehen.

Bei der Bilanz-Pressekonferenz sprach Salzgitter-AG-Vorstandsvorsitzende Heinz Jörg Fuhrmann von einer „Rosskur“, die dem Standort Peine bevorstünde. Zwar sprach er sich aktuell gegen Entlassungen oder gar eine Standortschließung aus, eine Garantie auf ewig werde es für die verlustreiche Tochter Peiner Träger aber nicht geben.

In einem großen PAZ-Interview hatte Fuhrmann gesagt: „Wäre Peiner Träger eine eigenständige Firma, wäre sie schon längst insolvent.“

pif

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