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Michael Grosse-Brömer: „Die Bürgervertrauen dieser Bundesregierung“

Interview Michael Grosse-Brömer: „Die Bürgervertrauen dieser Bundesregierung“

Peine. Besuch aus Berlin: Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer, kam gestern gemeinsam mit der Peiner CDU-Bundestagskandidatin Ingrid Pahlmann und dem CDU-Kreisvorsitzenden Christoph Plett zur PAZ. Dabei stellte sich Grosse-Brömer, der aus dem niedersächsischen Kreis Harburg stammt, den Fragen der PAZ-Redakteure Dirk Borth und Thomas Kröger.

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Schauten gemeinsam in die PAZ: Michael Grosse-Brömer (2.v.r.) und Ingrid Pahlmann von der CDU sowie Dirk Borth (r.) und Thomas Kröger von der Peiner Allgemeinen Zeitung.

Quelle: im

Sie befinden sich derzeit im Bundestags-Wahlkampf. Warum muss aus Ihrer Sicht Schwarz-Gelb weiter die Bundesregierung stellen?

Das ist doch ganz klar: Die Bürger vertrauen dieser schwarz-gelben Bundesregierung und der Kanzlerin Angela Merkel. Die Kanzlerin hat immer wieder bewiesen, dass sie auch sehr schwierige Krisensituationen meistert. Das hat ihr bei den Menschen in Deutschland sehr viel Vertrauen eingebracht. Wir als CDU haben dazu auch noch die richtigen politischen Konzepte.

Welche Konzepte sind dies genau?

Wir stehen zum Beispiel für einen ausgeglichenen Staatshaushalt und für den Abbau von Arbeitslosigkeit. Anders als im Rest der EU haben wir in Deutschland Rekordbeschäftigung. Ab dem Jahr 2015 wird der Bund keinerlei neue Schulden mehr aufnehmen. Dies gab es zuletzt 1969. Und im Gegensatz zu den meisten anderen Parteien wollen wir keine Steuererhöhungen oder neue Abgaben. Denn das würde unsere Wirtschaft und die Industrie lähmen - etwa das Stahlwerk Peiner Träger. Dafür stehen wir Christdemokraten.

Es fällt auf, dass auf vielen CDU-Wahlplakaten Angela Merkel nicht zu sehen ist. Was ist der Grund dafür?

Die CDU steht für klare politische Inhalte, beispielsweise die Themen, die ich eben genannt habe. Und natürlich gibt es auch Plakate mit der Kanzlerin, aber wir wollen uns neben Angela Merkel als große Sympathieträgerin auch auf unsere Inhalte konzentrieren.

Wie gestaltet sich eigentlich Ihre Zusammenarbeit als Parlamentarischer Geschäftsführer mit der Bundeskanzlerin?

Es ist eine wirklich vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Arbeitsstil der Kanzlerin ist unaufgeregt, in der Sache fundiert und klar in der Analyse. Es bereitet mir einfach große Freude, mit ihr zusammenzuarbeiten.

Was schätzen Sie an am Herausforderer Peer Steinbrück (SPD)?

Ich habe früher Steinbrücks Geradlinigkeit und seine klaren Positionen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik geschätzt. Doch es scheint, als ob er dies alles verloren hat und nur noch ein Anhängsel seiner Partei geworden ist.

Wie bewerten Sie den Start der neuen rot-grünen Landesregierung in Niedersachsen?

Zunächst war es eine bittere Niederlage für die CDU, da wir uns noch bis 22 Uhr als Sieger wähnten. Das war ein knappe Niederlage, die wirklich weh getan hat. Bisher hat der neue Ministerpräsident Stephan Weil leider noch keine Akzente setzen können. Ich hoffe, dass Weil zu seinen Aussagen steht und nicht wichtige Verkehrsprojekte wie den Ausbau der A 39 oder im Bildungsbereich die Zukunft der Gymnasien gefährdet.

In Peine sind die wichtigen Firmen Peiner Träger und die Härke-Brauerei in die Krise geraten. Wie kann die Politik helfen?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass wir das Insolvenzrecht modernisiert haben. So werden die Firmen nicht nur abgewickelt, sondern geschaut, welche Chancen das Unternehmen auch in der Insolvenz noch hat. Gut ist, dass sich die Peiner Christdemokraten für das kriselnde Stahlwerk Peiner Träger einsetzen und schon mit Geschäftsführung und Betriebsrat gesprochen und ihre Hilfe angeboten haben. Aber es wäre unredlich, falsche Versprechungen zu machen. Und bei Härke ist es gut, dass die Einbecker Brauerei eingestiegen ist. So ist die Zukunft der Peiner Brauerei gesichert.

Wie hoch sind die Chancen für die Peiner CDU-Kandidatin Ingrid Pahlmann?

Der Wahlkreis Peine-Gifhorn ist ehrlicherweise ein schwieriger Wahlkreis für die CDU. Ich bin mir aber sicher, dass Ingrid Pahlmann ein gutes Ergebnis erzielen wird. Sie ist eine starke Frau, und ich traue ihr viel zu.

Und wie bewerten Sie die Arbeit von Hubertus Heil (SPD)?

Unsere Arbeit in Berlin hatte bisher wenig inhaltliche Überschneidungen, aber ich fand seine Unterstützung für den Ausbau der A 39 gut. Und wenn Heil davon noch mehr SPD-Kollegen und die Landesregierung überzeugen könnte, fände ich es noch besser.

Wie viel Prozent holt die CDU am 22. September?

Wir werden ein gutes Ergebnis erzielen. Da bin ich mir sicher. Wir haben bisher ein gute Basis geschaffen und müssen jetzt in den letzten Wochen gemeinsam für den Wahlsieg kämpfen.

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