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Michael Degen: Lesung über „Familienbande“

Peine Michael Degen: Lesung über „Familienbande“

Der bekannte Schauspieler und Schriftsteller Michael Degen gab am Freitag in der Peiner Buchhandlung Gillmeister Einblicke in Thomas Manns „Familienbande“. Er stellte seinen neuen Roman vor.

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Michael Degen: Der Autor las in der Peiner Buchhandlung Gillmeister aus seinem Roman.

Quelle: im

Peine. Wahrscheinlich, so glauben Kenner der Familie Mann, war es noch viel schlimmer, als es Michael Degen in seinem Roman „Familienbande“ (Rowohlt Verlag) beschreibt: Michael (Bibi), sechster Mann-Zögling und familiäres Lieblingsopfer seines berühmten Schriftsteller-Vaters Thomas litt zeitlebens unter dessen zuweilen bizarr ausgelebter Ablehnung.

Trotzdem ist Degen offenbar der erste Romancier, der sich mit Michael Mann als tragischer Figur literarisch auseinandersetzt. Zur Lesung drängelten sich knapp 155 Gäste in Gillmeisters Buchhandlung.

Mit still-gütigem Lächeln quittierte der Autor die Begrüßung mit dem Hinweis, „Applaus ist wichtiger als Honorar“ und stieg sogleich in seinen 75-minütigen pausenlosen Vorlesemarathon ein – ohne sein Publikum persönlich zu begrüßen.

Dass er als Zwölfjähriger Thomas Manns „Buddenbrooks“ mehrfach gelesen und damals den „Zauberberg“ nicht verstanden hat, bekannte Degen kürzlich. Und offenbar hat er Mann derart verinnerlicht, dass er dessen Satzkonstruktionen und Erzähltechnik zuweilen zu verwenden versucht und mit eigener Ironie und gewissem heiterem Erzählwitz kombiniert. „Literarische Schatzkiste“ nannte Gillmeister dies später. Wobei das Wühlen darin gelegentlich auch mühsam ist:

die ausschweifenden Dialoge der Eltern beispielsweise oder der unglaubwürdige, philosophische Disput zwischen dem zehnjährigen Golo und dem siebenjährigen „talentierten kleinen Rotzjungen“ Michael.
Der 79-jährige Autor schaute während seines Auftritts insgesamt dreimal von seinem Lesestoff auf und ins Publikum, seine Stimme klang, als spule sie ein Hörbuch ab. Nach dem Applaus blieben Publikum und Autor stumm.

uj

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