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Messerstecherei: Opfer sprach erstmals über Tat

Prozess vor Landgericht Messerstecherei: Opfer sprach erstmals über Tat

Der dritte Verhandlungstag im Prozess gegen einen 25-jährigen Flüchtling (Sudanese) stand am Mittwoch vor dem Landgericht Hildesheim an. Dieser soll im Juli einen Mitbewohner (29) aus Sierra Leone in der Peiner Flüchtlingsunterkunft an der Woltorfer Straße mit einem Küchenmesser niedergestochen und schwer verletzt haben. Jetzt sprach das Opfer erstmals.

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Auf der Anklagebank: Der mutmaßliche Messerstecher (Mitte) mit Dolmetscher und Verteidiger.

Quelle: Antje Ehlers

Peine. Angedacht waren weitere Zeugenbefragungen, um endlich Licht ins Dunkel über das zu bringen, was wirklich am späten Nachmittag des 27. Juli geschah. Gehört wurden neben zwei Polizeibeamten, einem Mitbewohner und einem Dolmetscher auch das Opfer selbst. Eine weitere Zeugin hingegen war erneut nicht erschienen.

Die Anhörung des Dolmetschers war notwendig geworden, da das Opfer vor Gericht angab, nur sehr wenig arabisch zu sprechen oder zu verstehen. Die erste Vernehmung durch die Polizei erfolgte jedoch mittels dieses Dolmetschers für arabische Sprache und hatte ein vierseitiges Protokoll zum Ergebnis. Vor Gericht beteuerten sowohl der vernehmende Polizist als auch der Dolmetscher, dass es keine Verständigungs-Schwierigkeiten gegeben habe.

Gestern nun stand dem jungen Mann ein englischsprachiger Dolmetscher zur Verfügung, mit dessen Hilfe konnte der Tathergang aus Sicht des Geschädigten vor Gericht aufgearbeitet werden.

Bisher ist klar, dass es vor dem Vorfall einen Streit zwischen Angeklagtem und Opfer gegeben hat, auch wenn es für die Gründe unterschiedliche Aussagen gibt. Das Opfer gab an, dass es dem Angeklagten nach dem Streit aus dem Weg gehen wollte, dieser habe den 29-Jährigen aber verfolgt, gestellt und mit einem Messer verletzt.

Erst durch das Eingreifen eines weiteren Mitbewohners, der allerdings erneut nicht zum Termin erschien und nicht auffindbar ist, konnte vermutlich Schlimmeres verhindert werden. Der Verbleib des Messers ist bislang unklar.

  • Dem Gericht wird weiterhin viel Geduld abverlangt. In der kommenden Woche wird der Prozess fortgeführt.
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