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„Mein Opa missbraucht mich“

Landgericht Hildesheim „Mein Opa missbraucht mich“

Der Prozess gegen einen 51-jährigen Peiner, der die 12-jährige Enkelin seiner Lebensgefährtin missbraucht haben soll, wurde vor dem Landgericht Hildesheim fortgesetzt. In der Verhandlung wurde eine Lehrerin gehört, die das Mädchen von 2005 bis 2008 unterrichtete.

Hildesheim. Sie berichtete über Verhaltensauffälligkeiten der Schülerin während des Unterrichts. Immer wieder widersetzte sich das Kind den Anweisungen der Lehrer und fiel durch Fäkalsprache auf. Die damalige Drittklässlerin trug Unterwäsche ihrer Mutter, nässte ein und entkleidete sich auf dem Schulhof.

Die Lehrerin hatte bereits zu diesem Zeitpunkt den Verdacht auf sexuellen Missbrauch und äußerte diesen im Jahr 2006 sowohl gegenüber dem Jugendamt als auch den Eltern.

Die 12-Jährige wechselte die Schule und vertraute sich dort einer Freundin an. „Mein Opa missbraucht mich“, habe sie gesagt, so die Freundin vor Gericht. Ein Mitschüler belauschte die beiden und trug das Gehörte in den Unterricht.

Danach schaltete die Schule die Eltern ein. ImOktober 2009 erstatteten sie Anzeige gegen den Stiefopa.

Eine Polizistin vernahm das Mädchen damals und erinnert sich an eine sehr detaillierte Aussage der 12-Jährigen über Missbrauchssituationen. „Das Mädchen war glaubwürdig und hat den Sachverhalt flüssig erzählt“, berichtete die Beamtin.

Eine Rechtsmedizinerin der Medizinischen Hochschule Hannover berichtete über die Ergebnisse einer Untersuchung der 12-Jährigen im Oktober 2009. Demnach lagen keine Verletzungen der Genitalien vor. Die Ärztin schloss aber nicht aus: „Frühere Verletzungen können durch die Veränderungen des Körpers in der Pubertät kaschiert werden.“

Eine weitere Gutachterin legte ihre Bewertung der Aussage der Geschädigten dar. Sie beschrieb, dass die 12-Jährige Details des Missbrauchs glaubhaft schilderte und schloss ein Lügenkonstrukt aus: „Dem Mädchen fehlen die intellektuellen Fähigkeiten zur Erfindung solcher Vorwürfe.“ Auch eine Beeinflussung durch andere Personen verwarf die Expertin.

Das Urteil wird am 5.Mai verkündet.

Mike Fleske

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WartenWartenMit Blindheit per Definition geschlagen, dennoch nicht unsichtbar, präsentiere ich mich als unbeachtetes und ungeliebtes Stiefkind zeitgenössischer Literatur.

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