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Massenschlägerei: Polizei will für Ruhe sorgen

Peine Massenschlägerei: Polizei will für Ruhe sorgen

Peine. Die Gründe für die Massenschlägerei, die am Samstag in der Innenstadt für einen Großeinsatz der Polizei Peine sorgte, sind offenbar im privaten Bereich zu suchen.

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Polizei-Großeinsatz in der Peiner Innenstadt: Am Wochenende waren hier bis zu 50 Jugendliche aneinander geraten.

Quelle: tk

Erkenntnisse, dass es einen politischen Hintergrund gibt, habe die Polizei nicht, sagte Polizei-Chef Thorsten Kühl.

Nach PAZ-Informationen sollen die Gruppen auf der einen Seite türkisch-stämmige Peiner, auf der anderen Seite syrische Kurden, von denen zehn Asylbewerber gewesen sein sollen, bereits am Donnerstagnachmittag zum ersten Mal aneinander geraten sein (siehe Text unten). Polizei-Sprecher Peter Rathai bestätigte ausdrücklich nicht, dass diese Volksgruppen beteiligt gewesen sind.

Die Erkenntnisse über die Ursache seien noch vage, sagte Rathai: „Wir gehen davon aus, dass die Situation der Mentalität entsprechend eskalierte und der eigentliche Anlass eher nichtig gewesen ist.“ Letztlich solle ein Wort das andere gegeben haben und dann sei die Lage aus dem Ruder gelaufen.

In den frühen Abendstunden am Samstag kam es dann zu einer weiteren Eskalation zwischen etwa 40 bis 50 Jugendlichen und Heranwachsenden. Mehrere Zeugen hatten sich gegen 17.45 Uhr bei der Polizei gemeldet und eine Massenschlägerei angezeigt. Rathai sagte: „Als die ersten Streifenwagen vor Ort eintrafen, flüchtete die Personengruppe in unterschiedliche Richtungen, wobei es dann kurz darauf wieder zu handgreiflichen Auseinandersetzungen kam.“

Nachdem Unterstützung aus Hannover und Braunschweig eingetroffen war, nahm die Polizei 18 Personen vorübergehend fest. Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, durften die alle wieder nach Hause oder wurden in die Obhut der Erziehungsberechtigten übergeben.

Laut Rathai ist es seitdem nicht zu weiteren Auseinandersetzungen gekommen. Polizei-Chef Kühl sagte: „Wir versuchen jetzt, Ruhe in beide Gruppen zu bringen, beobachten die Lage und schreiten im Zweifel konsequent ein. Zudem empfehlen wir allen Beteiligten, sich nicht provozieren zu lassen und notfalls, sich vertrauensvoll an die Polizei zu wenden.“ Die Polizei werde dann die Angelegenheit in die Hand nehmen und den Sachverhalt aufklären.

Schon vorher gab es eine heftige Auseinandersetzung

Die Eskalation der Gewalt am Samstagabend (siehe Text oben) hat offenbar eine Vorgeschichte. Bereits am Donnerstagnachmittag soll in der Peiner Innenstadt ein kleinerer Personenkreis der Gruppe aneinander geraten sein. Der Grund ist nach Erkenntnissen der Polizei offenbar eher nichtig, sagte Polizei-Sprecher Peter Rathai.

Auslöser der Streitigkeiten hier seien nach ersten Erkenntnissen wahrscheinlich unterschiedliche Ansichten über den Umgang untereinander gewesen, wobei letztendlich das südländische Temperament dafür gesorgt habe, dass sich die Beteiligten nicht nur verbal auseinander setzten, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Als die alarmierten Polizeibeamten vor Ort eintrafen, waren die Gruppen bereits wieder auseinander gegangen. „Im weiteren sorgte die Präsenz der Polizei dafür, dass es zu keinen weiteren heftigen Auseinandersetzungen kam“, sagte Rathai.

Am Donnerstagabend gab es einen weiteren Zwischenfall, als Mitglieder der einen Gruppe – es sollen türkisch-stämmige Peiner gewesen sein – bei der Polizei Anzeige erstatten wollten.

„Bei der Anzeigenaufnahme waren die Beteiligten immer noch sehr aufgeregt und aggressiv“, erklärte Rathai. Zudem seien die Beamten in der Wache mehrfach beleidigt worden. Aufgrund der immer aggressiver werdenden Stimmung, wurden die Personen aus dem Wachvorraum verwiesen. Dieser Aufforderung widersetzten sie sich jedoch, so dass die Polizei sie unter Anwendung von Zwang aus dem Gebäude bringen musste. „Dabei wurden drei Beamte aus Peine leicht verletzt“, sagte Rathai. Im Anschluss randalierte die Gruppe noch vor der Dienststelle, wobei eine Außenjalousie beschädigt wurde. Noch bevor weitere Kräfte der Polizei eintrafen, entfernte sie sich von der Dienststelle.

Die Polizei ermittelt zurzeit vor allem die Hintergründe, warum es am Samstag erneut zu der Gewalteskalation gekommen ist. „Dabei sind wir allerdings auf weitere Zeugenaussagen angewiesen“, sagte Rathai. Weitere Ermittlungsverfahren laufen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung sowie Landfriedensbruch und dauern aktuell noch an.

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