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Martin Luther und die Mechanismen der Macht

Festsäle: Theaterstück über Machtspiele Martin Luther und die Mechanismen der Macht

Auf der Bühne der gut gefüllten Peiner Festsäle wurde am Mittwochabend das Schauspiel „Martin Luther und Thomas Münzer oder die Einführung der Buchhaltung“ aufgeführt.

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Gespräch zwischen König Karl V. (links) und Friedrich III., Kurfürst von Sachsen (Mitte), auf der Bühne.

Peine. Zur Handlung: Das Stück spielt in der Zeit von 1514 bis 1525. Nachdem Martin Luther - facettenreich dargestellt von Thomas Henniger von Wallersbrunn - seine Thesen an die Wittenberger Kirchentüren nagelte, löste er damit eine weitreichende Folge von Ereignissen aus. Luthers gut gemeinte Lehre wird von Politik, Kirche und Wirtschaft für ein einziges Ziel missbraucht: die Häufung von Kapital und den damit verbundenen Machtausbau.

Kaiser Karl V. (Richard Erben) möchte über Europa herrschen, jedoch ist dies eher das Ziel seiner Tante Margarete (Sophie Schmidt), die ihren Neffen für ihre Zwecke ausnutzt. Auch der Papst Leo X. (Reinhard Froboess) will seine Macht in Deutschland und Europa behalten und am liebsten noch ausdehnen. Politik und Kirche schmieden Pläne und verlassen sich auf ihren Freund, den Bankier Jakob Fugger (Jan Uplegger).

Unterstützt vom Geld Fuggers kann Karl V. Krieg führen und erobern, die Kirche in Sachsen schafft sich noch mehr heilige Reliquien an. Die Gesellschaft wandelt sich, während Luther versucht, seine Lehren zu verbreiten. Nachdem er jedoch Monate auf der Wartburg verbringt, abgeschottet von der Welt, hat sich Thomas Münzer (Jörg Pauly) Luthers Lehren angenommen und die Reformation ist in vollem Gange.

Erschrocken verlang Luther, alles rückgängig zu machen, doch die Welt hat sich geändert. Politik und Religion haben nicht mehr die Macht. Am Ende gibt es nur einen Gewinner: das Kapital und diejenigen, den es gehört.

Das Stück zeigte ein wunderbares, in die heutige Zeit passendes Thema, das leider auf eine etwas hektische Art präsentiert wurde. Trotz der tollen Leistung der Darsteller hatten die Zuschauer - bedingt durch die schnellen und abgehackten Szenenwechsel - nur wenig Ruhe, um sich richtig in die Handlung einzufinden. Trotzdem war es ein Erlebnis, die Schauspieler erhielten am Ende wohlverdienten Applaus.

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