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Mälzerei Langkopf wird Stück für Stück abgebaut

Peine Mälzerei Langkopf wird Stück für Stück abgebaut

Der Abriss der ehemaligen Malzfabrik Langkopf am Peiner Bahnhof schreitet voran. Zurzeit werden die Gebäude entkernt und die Maischkästen Stück für Stück abgebaut.

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Der Abriss auf dem Gelände der ehemaligen Malzfabrik Langkopf schreitet voran. Im Juni soll der Komplex verschwunden sein.

Der Abriss-Unternehmer ist zuversichtlich, dass der ganze Komplex bis Juni verschwunden ist.

Bis dahin haben die rund zehn Mitarbeiter, die dort tätig sind, viel zu tun. Denn eine Sprengung - auch der 35 Meter hohen Türme - ist nicht möglich. Schließlich stünde der ehemalige Industriekomplex mitten in einem Wohngebiet. „Die Gebäude müssen Stück für Stück abgeknabbert werden. Dazu verwenden wir einen Longfront-Bagger“, sagte Abriss-Unternehmer Jörg Ziehe.

Während die ersten Gebäude auf der Seite zum Peiner Bahnhof abgerissen werden, kommen auch Teile der Mälzerei zutage, die bisher für Passanten nicht zu sehen gewesen sind. Denn die Mälzerei mit den charakteristischen roten Klinkern, die ausschließlich für die Gilde- und Lindener Brauerei in Hannover produzierte, ist bereits 1848 eröffnet worden. Damals war es die Brauerei H. Langkopf, die 1909 von der Lindener Aktienbrauerei übernommen worden ist. Lindener wandelte das Peiner Brauhaus sukzessive in eine reine Mälzerei um.

Das Gelände zwischen Bahn und Friedrich-Ebert-Platz ist ein Filet-Stück in der Peiner Südstadt und mit rund 12 000 Quadratmetern auch erstaunlich groß. Ein Investor hatte dort geplant, ein Einkaufszentrum mit Gastronomie, Freizeitangeboten und Wohnungen zu errichten. Die Pläne waren bei der Stadt, die zurzeit die Hertie-Brache und das nahezu komplett leerstehende City-Center vermarktet auf wenig Gegenliebe gestoßen (PAZ berichtete) - zumal die geplante Ansiedlung einzelner Branchen auf dem Gelände dem Innenstadtkonzept widerspricht.

Die Malzfabrik Langkopf war 2010 stillgelegt worden. Deshalb war ein Abriss jetzt auch aus Sicherheitsgründen notwendig, denn auf dem Gelände gab es viel Vandalismus. 2005 hatte die Rudolf-Meyer-Gruppe die Mälzerei übernommen, die auch die benachbarte Malzfabrik Heine betrieb. In beiden Standorten gab es Produktionskapazitäten von 90 000 Tonnen Malz.

Von Thorsten Pifan

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