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Mälzerei: Abrissarbeiten gehen weiter

Peine Mälzerei: Abrissarbeiten gehen weiter

 Der Abriss der ehemaligen Mälzerei Langkopf am Bahnhof geht weiter. Nachdem der Rückbau des Industrie-Komplexes wegen diverser Verstöße und der unsachgemäßen Entsorgung von Asbest vom Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig gestoppt worden war (PAZ berichtete), sind die Abrissbagger seit einigen Tagen wieder im Einsatz.

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Vom Bahnhof aus sind die Abrissarbeiten gut sichtbar.

Weithin sichtbar ist aktuell die Zerlegung der etwa 30 Meter hohen Stahlsiloanlage.

Bevor die mit einer Höhe von gut 35 Metern größten Steingebäudeteile fallen, wird allerdings noch einige Zeit vergehen: „Zuerst werden die kleineren Gebäude abgerissen, damit wir nah genug herankommen. Ich denke, dass wir in der ersten Aprilwoche die größten Türme abbrechen“, sagte Bauleiter Thorsten Milhan gestern auf PAZ-Anfrage. Der Termin könne sich allerdings witterungsbedingt oder durch andere Einflüsse jederzeit noch verschieben.

Zum vorübergehenden Abriss-Stopp sagte Milhan: „Wir haben alle Punkte, die das Gewerbeaufsichtsamt bemängelt hatte, behoben.“ Gerügt worden war unter anderem das Fehlen eines Sicherheits- und Gesundheitsplans, von Unterkünften, Aufenthaltsräumen und Sanitäranlagen sowie unpassende Arbeitsmaschinen. Die etwa zwei Tonnen mit Asbest belastetem Material, die in einem Lüftungsschacht verbaut waren, seien von einem Subunternehmer fachgerecht entsorgt worden.

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim lässt derzeit prüfen, ob wegen unsachgemäßer Entsorgung von asbesthaltigen Stoffen ein Straftatbestand vorliegt. Die Ermittlungen der Polizei vor Ort seien aber noch nicht abgeschlossen, erklärte Staatsanwalt Christian Gottfriedsen.

Der Landkreis Peine, der für die Überwachung der ordnungsgemäßen Abfallentsorgung zuständig ist, teilte auf Anfrage durch seinen Sprecher Henrik Kühn mit: „Aufgrund festgestellter Mängel im Abbruch- und Entsorgungskonzept mussten wir durch die untere Abfallbehörde weitere Abbrucharbeiten bis zur Vorlage und Prüfung eines detaillierten und nachvollziehbaren Abbruch- und Entsorgungskonzeptes untersagen. Lediglich die Aufarbeitung von bereits abgebrochenen Gebäudeteilen wird in einem Teilbereich freigegeben. Auch dieses Material darf aber vorerst nicht abtransportiert werden.“

Der Eigentümer der Mälzerei, Dr. Heiko Wischmann, erhofft sich durch den Abriss auch bessere Vermarktungschancen für das rund 12 000 Quadratmeter große Gelände. Über mögliche Nachnutzungen hatte es immer wieder Gerüchte und Diskussionen gegeben. Zuletzt wollte ein Investor ein Einkaufszentrum auf dem Gelände bauen. Dieser hat nach eigenen Angaben immer noch großes Interesse.

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