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Live-Ticker zum Nazi-Aufmarsch in Peine

PAZ Aktuell Live-Ticker zum Nazi-Aufmarsch in Peine

Die PAZ hat am Sonnabend über die Ereignisse rund um den Neonazi-Aufmarsch in einem Live-Ticker berichtet. Hier können Sie die Ereignisse noch einmal chronologisch nachlesen.

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Glimpflicher Verlauf trotz einiger Zwischenfälle

Die Polizei zieht nach dem Ende des Spuks eine positive Bilanz zu den Ereignissen. "Insgesamt sind wir mit dem Verlauf zufrieden, denn es blieb alles weitgehend friedlich", sagte Polizei-Sprecher Rainer Raschke. Die Schattenseite an diesem Tag: Ein Polizeibeamter ist von einem Stein getroffen worden und ist leicht verletzt. Die Polizei bestätigt zudem, dass etwa 75 Linksextreme kurzzeitig festgenommen worden waren. Sie waren von außerhalb nach Peine angereist.

Wir danken allen Lesern des Live-Tickers sowie der Polizei für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit.

19.13 Uhr: Der Aufmarsch der Rechten scheint vorbei und glücklicherweise ohne größere Zwischenfälle abgelaufen zu sein. Einige Neonazis stehen noch an Gleis 2 im Peiner Bahnhof. Sie sollen den Zug um 19.17 Uhr Richtung Braunschweig nehmen.

18.59 Uhr: In einem Internet-Blog ist von sechs festgenommenen Gegendemonstranten die Rede. Eine Bestätigung seitens der Polizei gibt es noch nicht.

18.51 Uhr: Fast alle Neonazis sind in einen Zug Richtung Hannover gestiegen. Zu Zwischenfällen kam es nicht.

18.43 Uhr: Die Neonazis haben den Bahnhof erreicht.

18.34 Uhr: Die Neonazis marschieren am PAZ-Gebäude vorbei, Parolen hallen durch die Werderstraße. Perfide Situation: Die Demokratie ermöglicht es ihnen erst, ihre Meinungen frei zu äußern - aber es ist genau diese Demokratie, die sie abschaffen wollen.

18.23 Uhr: Die Kundgebung auf dem Hagenmarkt ist beendet. Die Neonazis marschieren nun wieder langsam Richtung Bahnhof.

18.18 Uhr: Die Polizei geht davon aus, dass die meisten Neonazis mit dem Zug um 19.22 Uhr die Fuhsestadt wieder verlassen. Wenn die Deutsche Bahn keine Verspätung hat.

18.12 Uhr: Die Gegendemonstranten in den Nebenstraßen provozieren immer wieder die Neonazis. Es kommt zu kleinen Übergriffen, die Polizei hat jedoch alles unter Kontrolle. Zu den Neonazis spricht nun Dieter Riefling der bei ähnlichen Kundgebungen im gesamten Bundesgebiet auftritt. Er ist ehemaliger Kader der verbotenen Organisation FAP, einer als rechtsextremistisch eingestuften Kleinpartei in der Bundesrepublik Deutschland, die von 1979 bis 1995 bestand, sowie der Mann der Veranstalterin Ricarda Riefling.

18.10 Uhr: In einem Internet-Blog wird geschrieben, dass an der Albert-Sergel-Straße in einem Hinterhof bis zu 90 Gegendemonstranten von der Polizei eingekesselt worden sind. Eine Bestätigung von Seiten der Polizei gibt es noch nicht.

18.04 Uhr: Die Neonazis halten weiterhin ihre Versammlung ab. Zwischenfälle gibt es zum Glück nicht.

17.54 Uhr: Die Polizei berichtet, dass einige Beamte mit Steinen angegriffen worden sind - wahrscheinlich von gewaltbereiten Autonomen. Die Lage sei aber unter Kontrolle.

17.46 Uhr: Mehrere hundert Gegendemonstranten - eventuell Autonome - sollen sich an der Duttenstedter Straße versammelt haben.

17.42 Uhr: Der Polizeihubschrauber kreist weiterhin über der Stadt. Momentan gibt es jedoch glücklicherweise keine Zwischenfälle zu melden.

17.37 Uhr: Es wird erwartet, dass Veranstalterin Ricarda Riefling eine Rede hält. Nach ihrem Beitritt in die NPD im Jahr 2007 ist sie seit Juni 2008 Vorsitzende des Unterbezirks Oberweser (bestehend aus den Kreisen Hildesheim, Schaumburg, Hameln und Pyrmont) und seit September 2008 im Landesvorstand.

17.30 Uhr: Auf dem Hagenmarkt ist eine kleine Bühne aufgebaut, langsam füllt sich der Platz mit Neonazis. Mehrere 100 Polizisten sichern das Gelände. Einige Passanten schauen sich von ihrem Balkon aus das Treiben an - das war auf der ganzen Route zu beobachten.

17.28 Uhr: Einige hundert Meter weiter bei der Gegenveranstaltung auf dem Historischen Marktplatz sind etwa 200 Besucher zu zählen. Es werden Reden gehalten, eine Band spielt auf.

17.27 Uhr: Die ersten Neonazis kommen auf dem Hagenmarkt an

17.20 Uhr: Die Neonazis marschieren momentan um den Schützenplatz. Die Trommeln und Parolen sind bis zum PAZ-Gebäude in der Werderstraße zu hören. Die Polizei meldet 600 Neonazis und etwa 700 Gegendemonstranten.Auch Autonome aus dem gesamten Bundesgebiet sollen sich in Peine aufhalten.

17.16 Uhr: Die Kundgebung der Nazis wurde übrigens von Ricarda Riefling angemeldet, die aus Peine stammt und mit dem bekannten Neonazi Dieter Riefling verheiratet ist. Zur Bundestagswahl 2009 trat Ricarda Riefling auf Platz 3 der NPD-Landesliste und im Wahlkreis 49 (Hildesheim) als Direktkandidatin der NPD an (Sie erhielt 1,6% der Stimmen).

17.04 Uhr: Der Zug der Neonazis Richtung Hagenmarkt wird von zahlreichen Polizeibeamten begleitet. Sie tragen schwere Schutzausrüstung - und das bei etwa 30 Grad und Sonnenschein. "Es ist gerade noch so auszuhalten", sagt ein Polizist, der extra aus Bayern angereist ist.

17.02 Uhr: Ein Polizeihubschrauber kreist über der Stadt. Es gibt Berichte, dass am Hagenmarkt Polizisten angegriffen wurden. Linke Demonstranten melden, dass diverse kleine Neonazi-Gruppen unbeobachtet von der Polizei in Peine unterwegs seien.

16.59 Uhr: Ein Lautsprecherwagen kommt auf dem Bahnhofsvorplatz an. Darauf haben die dort noch immer stehenden Neonazis augenscheinlich gewartet. Der Zug setzt sich langsam in Bewegung.

16.31 Uhr: Der Zug mit den Neonazis war pünktlich in Peine angekommen. Einige Gegendemonstranten hatten innerhalb des Bahnhofes die Gleise besetzt und mit Sprechchören wie etwa "Nationalismus raus aus den Köpfen" gegen die anrollenden Neonazis demonstriert. Kurz bevor der Zug einlief, räumten die Demonstranten die Gleise. Zunächst stiegen einige leicht verwirrt dreinblickende Reisende aus, dann ein paar Polizisten und schließlich die Neonazis.Keine fünf Meter waren Nazis und Gegendemonstraten von einander entfernt - zu Übergriffen kam es nicht.

Die Neonazis wurden dann rechts am Bahnhof, bei den Toiletten entlang zum Bahnhofsvorplatz gebracht. Die Gegendemonstranten bekamen Applaus von auf Gleis zwei stehenden Passanten - viele mit Migrationshintergrund. Auf dem Vorplatz gröhlten die Neonazis ihre Parolen und schwangen diverse Fahnen.

16.31 Uhr: Etwa 600 Neonazis haben sich auf dem Bahnhofsvorplatz versammelt. Sie werden von einigen hundert Polizeibeamten beobachtet. Die Lage ist relativ friedlich. Nur wenige dutzend Meter weiter haben sich etwa 400 Gegendemonstranten versammelt.

16.29 Uhr: Polizeisirenen sind zu hören. Noch ist nicht klar, was sie zu bedeuten haben.

16.00 Uhr:

Ohne die befürchteten Zwischenfälle ist in Braunschweig eine Kundgebung rechtsextremer Gruppen zu Ende gegangen. Weder von den Neonazis noch durch Gegendemonstranten sei es zu Übergriffen gekommen, sagte Polizeisprecher Joachim Grande. Die Polizei hatte rund 4000 Beamte aufgeboten, um die Sicherheit zu gewährleisten.

15.30 Uhr:

Am Peiner Bahnhof kommt es zu einem Zwischenfall, als Angehörige der linken Szene kurzfristig Gleise blockieren, um die mit Zügen anreisenden Neonazis zu stoppen.

14.30 Uhr:

Die Seitenstraßen des Hagenmarktes sind von starken Polizeikräften abgesperrt. Auf dem historischen Marktplatz, auf dem in eineinhalb Stunden das bunte Fest losgehen soll, ist es ruhig. Viele Gäste sitzen in den Cafés. Überall in der Stadt halten sich kleine Gruppen junger Leute auf, die augenscheinlich dem linken Spektrum zuzuordnen sind. Ein Mannschaftswagen der Polizei blockiert zur Hälfte die Werderstraße in Höhe des Parkhauses. Erneut kreist der Hubschrauber.

14 Uhr:

Auf dem Hagenmarkt bauen die Marktbeschicker ihre Stände ab. In etwas mehr als zwei Stunden soll dort eine Kundgebung der Neonazis stattfinden, für die 500 Menschen angemeldet sind.

13.50 Uhr:

Erneut sind Mannschaftswagen der Polizei mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs, die den Schützenplatz verlassen haben. Auch diesmal ist ihr Ziel nicht bekannt.

13.30 Uhr:

Immer wieder fahren die Mannschaftswagen der Polizei durch die Stadt und patroullieren durch die Straßen. Auch zu Fuß sind zahlreiche Beamte unterwegs.

13 Uhr:

Die Innenstadt wird deutlich leerer. Es sind weniger Menschen zu sehen.

12.30 Uhr:

Erneut kreist ein Hubschrauber der Polizei hoch über den Dächern von Peine. Er ist schon den ganzen Vormittag immer wieder über der Innenstadt zu hören.

12 Uhr:

Mehrere der Mannschaftswagen der Polizei verlassen mit Blaulicht und Martinshorn den Schützenplatz. Ihr Ziel ist unbekannt. Die Lage ist unklar. In Peine ist es augenscheinlich weiter ruhig.

11.30 Uhr:

Sally Perel, der als "Hitlerjunge Salomo" bekannt geworden ist, weil er als Jude die Nazizeit überlebte, indem er sich verkleidet hat, soll in Braunschweig sprechen. Vertreter des Peiner Bündnisses gegen Rechts sprechen ihn an, ob er auch in Peine - seiner Geburtsstadt - reden möchte. Aufgrund seiner schlechten Gesundheit bleibt es noch offen, ob er kommt.

11 Uhr:

Im Rathaus findet eine standesamtliche Trauung statt. Das haben sich Brautpaar und Gäste sicher auch nicht träumen lassen, dass sie an diesem besonderen Tag viele hundert Polizisten als Zuschauer haben.

10.30 Uhr:

Mitglieder des Peiner Bündnisses gegen Rechts sind in Braunschweig. Sie sprechen die Demonstranten an, dass am Nachmittag ein weiteres buntes Fest in Peine stattfinden soll. Viele versprechen, dass sie kommen wollen.

10 Uhr:

Die nächsten Polizeiwagen treffen ein. Schnell hat sich der Schützenplatz gefüllt. In der Stadt ist es noch ruhig. Die Peiner erledigen ihre Einkäufe.

9 Uhr:

Die ersten Mannschaftswagen der Polizei treffen ein. Sie parken auf dem südlichen Teil des Schützenplatzes.

8 Uhr:

Auf dem Schützenplatz ist es noch ruhig. Auf dem nördlíchen Teil stehen mobile Toiletten.

Sonnabend, 4. Juni

Freitag, 3. Juni, 20.30 Uhr:

Der öffentliche Personennahverkehr soll laut Stadtverwaltung am Sonnabend ab 14 Uhr eingestellt werden.

19.30 Uhr:

Mitarbeiter der Stadt sind dabei den Schützenplatz zu sperren. Dort soll am Sonnabend die Polizei stationiert werden, wenn in Peine Neonazis demonstrieren.

19 Uhr:

Im Internet kursieren Gerüchte, dass die Neonazis Peine nur als vermeintlichen Ausweichort ausgesucht haben. Die eigentliche spontane Veranstaltung der Rechtsradikalen könnte demnach auch ganz woanders stattfinden. Gesichert sind diese Erkenntnisse allerdings nicht. Nach Informationen der PAZ ist in der Region zumindest keine andere Veranstaltung der Rechtsextremen angemeldet.

In Peine haben sich unterdessen auch Vertreter des Peiner Freischießens für das bunte Fest auf dem historischen Marktplatz angekündigt.

18.30 Uhr:

Die Route der Neonazis ist bekannt geworden. Die Rechtsextremen treffen sich am Peiner Bahnhof und wollen dann über die Glockenstraße, Schützenstraße, Woltorfer Straße, Richard-Langeheine-Straße, Kantstraße und Senator-Voges-Straße zum Hagenmarkt marschieren.

17.30 Uhr:

Für die Polizisten, die zum Schutz der Ordnung und Sicherheit in Peine anreisen, soll bereits am Freitagabend ab 19 Uhr der Schützenplatz gesperrt werden. Die Veranstalter der rechtsorientierten Veranstaltung haben ihre Aktion unter dem Namen "Für das Demonstrationsrecht ohne Einschränkungen" angemeldet. Laut Stadtverwaltung rechnen die Neonazis mit etwa 500 Teilnehmern.

17.15 Uhr:

Die Veranstaltung der Rechtsradikalen kann von der Stadt nicht verhindert werden.

16 Uhr:

Die Beratungen im Peiner Rathaus dauern an. Es ist noch offen, ob die Nazi-Demo verhindert werden kann. Dem Bündnis der Peiner gegen rechts hat sich inzwischen auch die Peiner Kaufmannsgilde angeschlossen.

15 Uhr:

Das Peiner Bündnis gegen rechts will auf dem historischen Marktplatz ein buntes Fest zu Toleranz, Vielfältigkeit und Nächstenliebe organisieren. Geplant ist eine Veranstaltung von 16 bis 20 Uhr. In dieser Zeit wollen auch die Rechtsradikalen auf dem Hagenmarkt eine Veranstaltung abhalten.

14 Uhr:

Immer mehr Parteien und Organisationen schließen sich dem spontanen Bündnis Peiner gegen Rechts an. Es besteht ein überparteiliches Bündnis aus SPD, CDU, Grünen, FDP und der Partei Die Linke. Zu den Organisatoren des Bündnisses zählen die Peiner Gewerkschaften. Auch die beiden großen christlichen Kirchen und der Deutsch-Islamische Kulturverein wollen sich an der Gegenveranstaltung auf dem historischen Marktplatz beteiligen. Weitere Gruppen sollen angesprochen werden.

13 Uhr:

Vertreter des Peiner Bündnis gegen Rechts treffen im Rathaus ein, um mit Polizei und Stadtverwaltung über die geplante Gegenveranstaltung zu beraten.

12 Uhr:

Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung sitzen mit der Peiner Polizei zusammen im Rathaus, um das Vorgehen am Sonnabend zu beraten.

11 Uhr:

Es wird bekannt, dass die Rechtsradikalen in Peine eine Großveranstaltung auf dem Hagenmarkt planen. Zuvor soll ein Zug vom Bahnhof über die Kantstraße und die Senator-Voges-Straße zum Hagenmarkt stattfinden.

10.30 Uhr:

Vertreter des Peiner Bündnis gegen Rechts treffen sich im Egon-Bahr-Haus der Sozialdemokraten, um zu planen, wie eine Gegenveranstaltung aussehen kann. Da die DGB-Veranstaltung vor dem Bahnhof abgelehnt worden ist, beschließen die Teilnehmer des Treffens, nur eine Veranstaltung der Peiner auf dem historischen Marktplatz.

10 Uhr:

Der DGB in Peine erhält die Nachricht aus der Stadtverwaltung, dass seine angemeldete Veranstaltung vor dem Peiner Bahnhof abgelehnt wird. Die Neonazis hatten ihre Anmeldung zeitlich vorher angemeldet.

9 Uhr:

Vertreter des Peiner Bündnis gegen Rechts erkundigen sich im Peiner Rathaus über die aktuelle Lage zur Anmeldung einer Demonstration von Rechtsradikalen in Peine. Im Rathaus treffen gerade die Verantwortlichen zusammen. Es gibt die offizielle Bestätigung, dass die Neonazis eine Veranstaltung in der Fuhsestadt angemeldet haben.

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