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Lindenquartier-Miteigentümer kritisiert die Stadt Peine

Peine Lindenquartier-Miteigentümer kritisiert die Stadt Peine

Peine. Mit Unverständnis reagiert der Geschäftsführer der Hildesheimer Unternehmensgruppe Lüder Immobilien (siehe Info), Sebastian Lüder, auf das Vorgehen der Stadt Peine bei der Wiederbelebung des Lindenquartiers (Hertie-Brache an der Lindenstraße).

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Der Blick auf das Peiner Lindenquartier mit der Hertie-Brache im Hintergrund.

Quelle: A

Derzeit läuft dort ein Investorenwettbewerb im Zuge der Neugestaltung des Lindenquartiers zu einem Einkaufszentrum. Der gesuchte Investor soll das 13 000 Quadratmeter große Lindenquartier für mindestens 1,65 Millionen Euro von der Stadt Peine kaufen und anschließend mit Einzelhandel und weiteren Angeboten aufwerten. (PAZ berichtete).

Lüder, der aktuell in Hannover-Garbsen das Einkaufszentrum Planetencenter als vergleichbares Projekt für 41 Millionen Euro errichtet, betont auf Anfrage: „Ich bin auf zweifache Weise irritiert, denn wir sind einerseits Miteigentümer des Peiner Areals und werden nicht über den aktuellen Stand der Dinge informiert. Und andererseits wollten wir uns als Unternehmen am Investorenwettbewerb in Peine beteiligen, erhielten aber eine Absage, die ich nicht nachvollziehen kann.“

Der Hildesheimer Immobilien-Experte ist Inhaber einer bundesweit tätigen Projektentwicklungsgesellschaft, der drei Prozent des Lindenquartiers gehören - in seinem Gebäude befindet sich derzeit ein Frisör. „Es ist erstaunlich, dass wir als Miteigentümer des Areals nicht in den Prozess involviert werden. Ich hatte gehofft, dass die Stadt vor Beginn des Wettbewerbes mit uns spricht, aber das ist nicht geschehen“, so Lüder.

Zum Projekt Lindenquartier meint der Fachmann: „Es ist ein Fehler, dass man dort 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche mit Geschäften füllen will - ohne Integration von angrenzenden Grundstücken. Aufgrund der Größe Peines und der Nachfrage würden auch 7000 Quadratmeter reichen.“ Er würde versuchen, im Lindenquartier ein Bekleidungsgeschäft für junge Mode wie etwa H&M oder New Yorker anzusiedeln sowie einen großen Supermarkt mit vielen frischen Produkten.

„Wir würden mit unserem Konzept das Angebot in der Innenstadt ergänzen und nicht in Konkurrenz mit dem bestehenden Angebot treten. Wichtig ist auch, dass man dort für die Kunden die Parkplätze ebenerdig und kostenlos anbietet, damit sie bequem in die Geschäfte kommen. Das würde der gesamten Innenstadt helfen“, erklärt der Unternehmer. Er hofft, dass die Stadt jetzt Kontakt mit den Miteigentümern aufnimmt, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

rd

Reaktion: Stellungnahme der Stadt Peine

Auf Anfrage der PAZ erklärte Stadtsprecherin Karin Richter dazu: „Die Stadt Peine hat Ende vergangenen Jahres bis zum Beginn des Wettbewerbs alle Miteigentümer mehrfach kontaktiert und über das zweistufige Verfahren informiert. Herr Lüder war zu diesem Zeitpunkt nicht im Eigentum. Für die betreffende Ladeneinheit war damals ein Insolvenzverwalter eingesetzt, der ebenfalls mit allen Informationen versorgt wurde. Das Wettbewerbsverfahren wird unter Begleitung einer namhaften Rechtsanwaltskanzlei nach transparenten Kriterien abgewickelt, an die sich alle Beteiligten, insbesondere die Wettbewerber halten werden. Während des laufenden Verfahrens ist Vertraulichkeit notwendig. Wenn das Stadium eines belastbaren Verhandlungsergebnisses erreicht sein wird, werden Politik und Öffentlichkeit informiert. In wichtigen Phasen können beteiligte Miteigentümer sicherlich auch einbezogen werden. Die Stadt hat keinen Grund, Herrn Lüder zu übergehen und wird mit ihm daher genauso den Kontakt halten, wie zu den weiteren Miteigentümern.“

rd

Info: Lüder-Immobilien

Am 1. Januar 1956 legte Gustav Lüder den Grundstein für die heutige Unternehmensgruppe am Weinberg in Hildesheim. Geschäftsführender Gesellschafter ist Sebastian Lüder. Die Lüder-Unternehmensgruppe hat sich bundesweit auf die Entwicklung von Einzelhandelsprojekten spezialisiert. Insgesamt wurden bisher Bauprojekte im Gesamtvolumen von mehr als 700 Millionen Euro in Deutschland entwickelt.

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