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Laubenaufbrüche: Wenig Beute, viel Schaden, hohe Strafe

Peine Laubenaufbrüche: Wenig Beute, viel Schaden, hohe Strafe

Peine. Eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten hielt das Jugendschöffengericht für angemessen für einen 17- und einen 18-jährigen Peiner, die gemeinsam im März und April dieses Jahres sechs Gartenlauben aufgebrochen und daraus diverse Gegenstände gestohlen hatten.

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Verhandelt wurde der Fall vor dem Amtsgericht Peine.

Quelle: A

Die beiden waren der Richterin bereits bekannt, und es sind auch noch weitere Verfahren gegen sie anhängig. Die Richterin setzte die Strafe zur Bewährung aus, ordnete aber 150 Stunden soziale Arbeit und einen strengen Maßnahmenkatalog für die dreijährige Bewährungszeit an.

Auf frischer Tat waren die beiden jungen Männer im April in einer Gartenkolonie von der Polizei dingfest gemacht worden. Die Ausbeute: ein Brecheisen und eine Astschere. Ähnlich waren auch die vorangegangenen Einbrüche ausgegangen: eine Machete, Süßigkeiten, eine Taschenlampe und als größte Beute einmal 30 Euro, die sie unter sich und einem beteiligten Dritten aufteilten. Der Schaden war stets größer als die Beute.

Vor Gericht gaben sich die beiden reumütig, was aber wohl weniger der späten Einsicht geschuldet ist als vielmehr der Tatsache, dass beiden in der Untersuchungshaft Schlimmes widerfahren ist. So seien beide - getrennt untergebracht - von den Mithäftlingen wie Sklaven behandelt worden. Erst eine Verlegung beendete die Quälereien.

„Dabei hätte ich gedacht, dass gerade du weißt, was du mit einem Einbruch anrichtest“, sagte die Richterin zu dem 17-Jährigen. Er hatte miterlebt, wie nah seiner Tante ein Einbruch in deren Laube durch Unbekannte gegangen war. Dies und auch das Verbot der Tante, sich während ihrer Abwesenheit dort aufzuhalten, hinderte den Jugendlichen aber nicht daran, ohne deren Wissen dort zu logieren, von dort aus Raubzüge zu starten und die Beute darin zu horten.

Bis zu den nächsten Verhandlungen bleiben den beiden etwa zwei bis drei Monate Zeit, das nochmals in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen und sich zu bewähren. Andernfalls fielen die Haftstrafen empfindlich und ohne Bewährung aus, machte die Richterin unmissverständlich klar.

hui

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