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Laster überrollte Landwirt: 1000 Euro Strafe für Lkw-Fahrer

Peine Laster überrollte Landwirt: 1000 Euro Strafe für Lkw-Fahrer

Mit seinem Sattelschlepper setzte ein Lkw-Fahrer (30) auf einem vermeintlich leeren Feldweg in Adenstedt zurück, nachdem er dort bei einer Baustelle Baumaterial abgeladen hatte. Dabei schob er unbemerkt ein dort parkendes Auto auf den Fahrer, der sich zeitgleich nahe dem Kofferraum befunden hatte. Der Autofahrer, ein Landwirt (64), wurde so im Februar 2012 von seinem eigenen Wagen überrollt und starb.

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Im Peiner Amtsgericht wurde ein Berufskraftfahrer wegen fahrlässiger Tötung zu 1000 Euro Geldstrafe verurteilt.

Quelle: A

Dieser Fall wurde jetzt vor dem Amtsgericht Peine verhandelt. Das Urteil für den Lkw-Fahrer lautet: 1000 Euro Geldstrafe für fahrlässige Tötung. Der Angeklagte will mit Unterstützung eines Fachanwalts in Berufung gehen.

Der Berufskraftfahrer aus Varel (Friesland) hatte in Adenstedt Baumaterial geliefert. Nach dem Abladen schnallte er die Plane wieder zu, klappte die Heckstoßstange aus und ging an dem 17 Meter langen Laster nach vorn zur Beifahrertür, wo er einstieg. Nach seiner Aussage hatte sich zu der Zeit dort in der Feldmark hinter ihm kein Auto befunden. Beim Zurücksetzen schob er mit seinem Lkw ahnungslos den plötzlich hinter ihm parkenden Wagen über dessen Besitzer, der Essen und Kuchen für die Bauarbeiter bringen wollte.

Das Auto sei im Rückspiegel erst aufgetaucht, als es sich durch das Zurückschieben schräg stellte. Der 30-jährige Angeklagte stieg aus und alarmierte angesichts des Unfalls sofort den Rettungsdienst. Doch der konnte für den 64 Jahre alten Landwirt nichts mehr tun, er starb noch am Unfallort an den Folgen seiner schweren Kopf- und Brustverletzungen.

Vor Gericht kamen Gutachter und Gegengutachten mit ähnlichen Feststellungen, aber unterschiedlichen Theorien zum Geschehen zu Wort. Die Familie des Verunglückten hatte zudem Nebenklage eingereicht.

Trotz des energischen Plädoyers des Verteidigers, der aufgrund aller Unwägbarkeiten - es gab keine direkten Zeugen für den Vorfall - für seinen Mandanten einen Freispruch erlangen wollte, ging der Richter mit seinem Urteil sogar noch über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus, die 100 Tagessätze zu zehn Euro Euro Geldstrafe für angemessen gehalten hatte.

Laut Richter hätte der Angeklagte trotz der scheinbar eindeutigen Situation beim Rückwärtsfahren einen Helfer von der Baustelle als Einweiser heranziehen müssen, wie es die Straßenverkehrsordnung in solch unübersichtlichen Situationen vorschreibt. Der 30-Jährige wurde bereits wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung verurteilt. In punkto Straßenverkehr ist er ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt, wie zahlreiche Tempoverstöße und zweimaliger befristeter Führerscheinentzug zeigen. Doch der Schock des Unfalls mache ihm nach eigenen Angaben immer noch schwer zu schaffen.

hui

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