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Langer Winter und anhaltender Nachtfrost: Landwirte befürchten Ernte-Einbußen

Kreis Peine Langer Winter und anhaltender Nachtfrost: Landwirte befürchten Ernte-Einbußen

Kreis Peine. Der lange Winter macht den Landwirten im Kreis Peine spürbar zu schaffen. Bedingt durch den anhaltenden Nachtfrost sind viele Gemüsebauern mit der Aussaat in Verzug.

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Die Saat im Vorkeimhaus: Landwirt Jürgen Hacke aus Edemissen zeigt seine Frühkartoffeln.

Quelle: cb

„Die Vegetation hinkt inzwischen vier Wochen hinter dem normalen Zeitplan hinterher“, verdeutlicht Jürgen Hirschfeld vom Landvolk Niedersachsen. Zwei Wochen könne die Natur wieder aufholen, sagt der Ackerbauer, noch größere Rückstände aber müssten mit deutlichen Einbußen im Ertrag bezahlt werden.

Doch wie wird sich der lange Winter auf den Anbau von Obst und Gemüse auswirken? „Viele Kulturen verschieben sich. Wir müssen abwarten“, erklärt Manuela Schneider, Geschäftsführerin des Niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land. Nach einer alten Bauernregel soll der März „wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen“. Aber noch sitzen einige Landwirte in den Startlöchern statt auf dem Trecker.

Wie es weitergeht mit Winterweizen, Raps und Frühkartoffeln, kann auch die Fachfrau nicht sagen: „Es kommt drauf an: auf die Kulturen, die Region, den Wind und auch die Sorten.“ Die Pflanzen könnten aber auch nach einem Kaltstart in die Vegetationsperiode vieles ausgleichen.

Jürgen Hacke in Wehnsen ist jedenfalls froh, dass seine Frühkartoffeln noch nicht in der Erde sind. „Wir haben im Moment noch nichts versäumt“, meint er. „Als wir heute Morgen gepflügt haben, war die Erde erst bis in eine Tiefe von zehn Zentimetern aufgetaut. So geht das jetzt täglich: Man kann erst ab Nachmittag ackern, und dann gibt es wieder Nachtfrost.“

Weil die jungen Keime frostempfindlich sind, nimmt Hacke lieber die Energiekosten durch Beleuchtung und Heizung im Vorkeimhaus in Kauf, als ein Risiko einzugehen. Er ist zuversichtlich: „Die Natur holt das wieder auf.“

Sein Kollege Christian Stoewenau in Gadenstedt stimmt zu: „Wir werden sicher nicht so dramatische Ausfälle wie im vorigen Frühjahr haben, als der Winterweizen durch den Wechsel massive Frostschäden erlitten hat und manche Flächen neu bestellt werden mussten.“ In diesem Winter sei es zwar kalt gewesen, aber die zarten Getreidepflänzchen seien meist durch eine Schneedecke geschützt gewesen.

sz

Den ersten Spargel gibt es vermutlich erst Mitte April

Wendeburg. Spargel-Liebhaber müssen sich noch etwas gedulden: Die Stangen schießen erst bei höheren Temperaturen aus der Erde. Und die lassen wohl noch ein paar Tage auf sich warten. Selbst unter Folie oder mit Heizung wird es vermutlich noch bis Mitte des Monats dauern, bis es den ersten Spargel gibt, schätzt der Landwirt Christian Hornig aus Wendeburg.

„Früher gab es Spargel nie vor dem 1. Mai“, sagt Hornig. Heute werde mit allerlei technischen Tricks verfrüht: Unter Lagen von schwarzer und durchsichtiger Folie und in raffinierten Tunnelsystemen, manchmal sogar mit Fußbodenheizung, wird den Stangen schon früh im Jahr warm.

„Da gibt es dann schon mal Ende März den ersten Spargel“, erklärt Hornig. Er hat auf seinen Feldern noch nicht einmal die typischen Dämme anhäufeln können. „Später bauen wir auch unter Folie an, aber nur, damit die Stangen schön weiß bleiben“, erklärt er.

Zwar erzielt der mit viel Aufwand verfrühte Spargel besonders gute Preise, aber er selbst wartet lieber bis zur Kastanienblüte: „Ich esse Spargel am liebsten in der Saison. Die Sonne sorgt erst für den Geschmack.“

sz

Küchen-Tipp

So erkennt man frischen Spargel

Frischer Spargel ist an folgenden Kriterien zu erkennen: Quietschen die Stangen wenn man sie aneinander reibt, ist er frisch. Auch die Überprüfung der Schnittstelle ist hilfreich. Bei leichtem Druck sollte Zellsaft an die Oberfläche dringen. Ein dritter Frische-Indikator ist ein rascher Bruch der Stange, sobald sie gebogen wird. Erntefrischer Spargel kann in einem feuchten Tuch bis zu fünf Tage im Gemüsefach gelagert werden.

rd/dapd

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