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Landwirtschaftsspritzen müssen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung

Kreis Peine Landwirtschaftsspritzen müssen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung

Kreis Peine. Zu viel Pflanzenschutzmittel sind nicht gut - weder für die Natur, noch für den Geldbeutel der Landwirte. Deshalb müssen Landwirtschaftsspritzen regelmäßig zur Hauptuntersuchung. „Das ist wie beim TÜV“, sagt Kreislandwirt Wilfried Henties. Und geahndet wird ein Versäumnis auch.

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Wolfgang Peike überwacht den Rollwagen, der die Flüssigkeit aus den Düsen auffängt. Der Wagen ist mit dem Computer verbunden.

Quelle: pif

Derzeit werden im Peiner Land die Spritzen in einer Feldscheune bei Oberg von Experten getestet. „Das liegt schon im eigenen Interesse der Landwirte, denn wenn zu viel Pflanzenschutz auf die Felder kommt, zahlen sie drauf“, sagt Henties. Gleichzeitig verpuffe die Wirkung des überschüssigen Pflanzenschutzmittels. Ein Spezialgerät testet die Leistung jeder Düse der Spritzen. „Bis zu zehn Prozent Toleranz sind erlaubt“, sagt Fachmann Harald Henke. Wird der Wert überschritten, gibt es keine Plakette. Knapp 200Spritzen gibt es im Peiner Land. „Moderne Betriebe schließen sich häufig zusammen, um gemeinsam leistungsfähige Spritzen zu erwerben“, sagt Christian Wohlenberg vom Vorstand der Peiner Landwirte. Im Peiner Land sind rund 300 landwirtschaftliche Betriebe gemeldet, etwa 250 von ihnen betreiben Ackerbau.

Die Spritzen auf den Ackerflächen gehören in den kommenden zwei Monaten zum täglichen Bild - vor allem morgens und abends. „Dann lässt der Wind nach“, erklärt Henties. Der Pflanzenschutz sei heutzutage notwendig, denn er sichert die Ernte. „Wir kennen keine Missernten mehr. Zwar kann der Ertrag schwanken, aber Pilze oder Insektenfraß haben vor einigen Jahrzehnten noch bis zu 90Prozent der Ernte vernichtet“, so Henties. Beim Spritzen kommt vor allem Wasser auf das Feld. Der eigentliche Wirkstoff ist stark verdünnt. Der Kreislandwirt zeigt einen kleinen Behälter, der neben dem riesigen Tank beinahe winzig wirkt. Darin ist das Pflanzenschutzmittel. „Pro Hektar werden mit modernen Mitteln rund zehn bis 20Gramm verbraucht“, sagt Henties.

Thorsten Pifan

Info

Fortschritt in der Landwirtschaft

Moderne Technik macht auch den Einsatz von Pflanzenschutz in der Landwirtschaft immer effektiver. So sind heutige Spritzen – mit einer Spannweite von bis 27Metern und mehr – so punktgenau im Aufbringen des Pflanzenschutzes, wie es kaum ein Mensch sein kann. „Denn die Geräte werden über Satellit gesteuert“, sagt Peines Kreislandwirt Wilfried Henties. So wird automatisch verhindert, dass die Randflächen neben dem Acker auch mit Pflanzenschutz besprüht werden. „Wir erhoffen uns damit langfristig Einsparungen von bis zu zehn Prozent Pflanzenschutz“, sagt er. Zurzeit lassen sich jeweils sechs Düsen an den Spritzen gleichzeitig steuern. Geplant ist, dass jede Düse einzeln über Satellit gesteuert werden kann. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

pif

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