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Landwirtschaft in Abendstunden: Anwohner klagen

Peine Landwirtschaft in Abendstunden: Anwohner klagen

Dungelbeck. Immer mehr Beschwerden über laute und störende Nachtarbeiten auf den Rapsfeldern gehen bei den Bauern des Landkreises ein - auch bei Wilfried Henties.

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Karsten Behrens (links) und Wilfried Henties vor einer großen Schlauchtrommel auf einem Weizenfeld.

Quelle: tik

Peine. Der Geschäftsführer der Gewerkschaft für Landwirte im Landkreis Peine hat vollstes Verständnis für die Beschwerden, hofft aber auch auf Verständnis.

„Wir haben ein sehr trockenes Frühjahr, deshalb müssen wir uns zurzeit darauf konzentrieren, die Pflanzen zu ernähren“ erklärt er der PAZ. „Wenn wir die Felder nicht bewässern und mit Pflanzenschutzmitteln behandeln, würden wir Gefahr laufen, ein ertragsarmes Jahr zu bekommen, vor allem beim Raps.“

Zum Hintergrund: Im letzten Jahrzehnt ist der Anbau von Raps in der Region deutlich angestiegen. „Das liegt hauptsächlich daran, dass man durch neuesten Fortschritt abwechselnd Raps und Zuckerrüben pflanzen kann. Eine Fruchtfolge, die für uns Bauern viele Vorteile hat“ erzählt Karsten Behrens aus Dungelbeck.

Dass mehr Raps angepflanzt wird, bedeutet aber auch, dass viel Wasser benötigt wird, da Raps einen sehr hohen Bedarf hat. „Genau darin liegt das Problem“, erklären die beiden Landwirte. „In diesem Jahr hat es erst 20 Prozent des Jahresniederschlags geregnet. Viel zu wenig!“ Deshalb müssen die Landwirte ihre Felder künstlich bewässern. Durch den starken Wind ist das tagsüber aber kaum möglich, und viel schlimmer ist es mit dem Auftragen von Pflanzenschutzmitteln. „Man muss mit einer unglaublich Präzision arbeiten. Wir lösen nur wenige Gramm des Mittels in Hunderten Litern Wasser auf. Da müssen wir aufpassen, dass es durch den Wind nicht verweht“, meint Behrens. „Ab 18 Uhr schwächt der Wind aber meistens ab. Dann muss man abends durcharbeiten, oft auch bis mitten in die Nacht“, fügt Henties hinzu.

Die Landwirte in der Region sind sich der Belastung für die Anwohner bewusst. Durch das trockene und windige Wetter wären allerdings jetzt schon erste Trockenschäden zu erkennen. „Wir versuchen bereits mit Elektropumpen oder schallgedämmten Dieselgeneratoren die Lärmbelästigung zu verringern. Ganz ausbleiben können die nächtlichen Arbeiten aber nicht“, erklären die Landwirte.

tik

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