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„Landwirte sind besonders belastbar“

Peine „Landwirte sind besonders belastbar“

Hoher Besuch gestern in Peine: Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) sprach vor den Mitgliedern des Verbandes landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen. Dabei waren die Bauern nicht mit allem einverstanden, was der Minister sagte.

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Etwa 150 landwirtschaftliche Fachschulabsolventen waren zur Versammlung gekommen.

Quelle: cb

Peine . „Man darf sich nicht nur treiben lassen, sondern muss auch selbst schwimmen – auch mal gegen den Strom!“ Das rief der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen gestern bei der Mitgliederversammlung des Verbandes landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen im kleinen Saal des Schützenhauses den etwa 150 Bauern aus dem Peiner Land zu.

Begrüßt wurde er zuvor vom Geschäftsführer Christoph Reese mit kritischen Worten. „Unsere Region sieht sich als Verlierer der Agrarreform. Die Einträge aus dem Zuckerrüben-Anbau sind eingebrochen. Die Suche nach neuen Einnahmequellen ist schwierig. Wenn es neue Ideen gibt wie die Hähnchenmast oder Biogasanlagen, regt sich massiver Widerstand aus der Bevölkerung“, sagte Reese.

Der Minister holte weit aus und spickte seine Ausführungen mit vielen Zahlen. Er lobte die Landwirte für ihre Arbeit und zeigte Verständnis für die Sorgen, die die Auswirkungen der Finanzkrise auch den Landwirten und ihren Familien bereitet. „Ich weiß aber auch, dass die Landwirts-Familien besonders belastbar sind. Die Reaktion auf geringeres Einkommen ist Konsumverzicht“, erklärte Ehlen.

Dennoch blicke er optimistisch in die Zukunft, denn die Landwirts-Familien seien es meist gewohnt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Der Minister sagte: „Heutzutage muss man alle zwei bis drei Jahre über die Ausrichtung des Hofes nachdenken. Das reicht nicht mehr, wenn das jeweils die junge Generation tut, wenn sie das Ruder übernimmt.“ Er ging aber auch auf die Möglichkeiten der Politik ein. „Es ist viel schwieriger als früher, Agrarpolitik zu machen. Fast alles wird mittlerweile in Brüssel vorgedacht“, betonte er.

Mehrmals reagierten die Peiner Bauern mit Kopfschütteln und missbilligendem Gemurmel auf die Ausführungen des CDU-Politikers Ehlen und auch die anschließenden Fragen und Anmerkungen unter anderem zu Aspekten von Subventionen und Gesetzen machten deutlich, dass längst nicht in allen Punkten Zustimmung herrscht.

Kerstin Wosnitza

Stichwort

Die Geehrten

Für langjährige Zugehörigkeit zum Verband landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen in Peine wurden geehrt:

50 Jahre: Ingrid Heuer, Sigrid Bendix, Renate Haase, Edda Brandes, Annemarie Nottbohm, Ellen Fricke, Irmtraud Grote, Gertraude Lies, Ilse Bollmann, Käte Regendorp, Irmgard Jaeschke, Ilse Lüddecke, Rolf Lindemann, Otto Wrede, Fritz Künnemann, Carl Behrens, Hans-Henning Rösemann, Hubert Winter, Karl-Heinz Hülsing, Otto Behrens, Uwe Wehrspaun, Günter Lüttgerding, Dieter Kelpe, Heinrich Raulfs.

60 Jahre: Helmut Wrede, Fritz Lindemann, Hans-Heinrich Jürgens, Otto Homann, Siegfried Grove, Hermann Könemann, Wilhelm Möllring, Otto Degener, Otto Lohmann, Heinz Bleckwenn, Horst Klare, Hans-Wilhelm Gödecke.

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