Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Landkreis will Gesundheitsregion werden: Bessere Versorgung für Senioren und Kranke

Kreis Peine Landkreis will Gesundheitsregion werden: Bessere Versorgung für Senioren und Kranke

Der Landkreis Peine will Gesundheitsregion werden und hat einen entsprechenden Antrag an das Land gestellt. Denn Niedersachsen fördert die Regionen mit je 25 000 Euro verteilt auf zwei Jahre. Hintergrund des Antrags ist es, dass sich der Landkreis in dieser Zeit besser aufstellen will, um für den demografischen Wandel gerüstet zu sein.

Voriger Artikel
Lkw-Unfall auf der A 2: Hoher Schaden, lange Staus
Nächster Artikel
Heimstätte modernisiert Altbestände: 750. Wohnung wurde fertiggestellt

Ein Hausarzt misst den Blutdruck eines Patienten. Mit Hilfe der Telemedizin könnten solche Untersuchungen in der Arztpraxis bald überflüssig werden.

Quelle: Symbolbild: dpa

Dr. Detlef Buhmann zeigte sich gestern zuversichtlich, dass Peine den Zuschlag erhält. „Das Land hat insgesamt 600 000 Euro zur Verfügung gestellt und wir haben hier im Peiner Land schon gute Voraussetzungen“, sagte er gestern auf Anfrage der PAZ. Im Blick hat er die kommenden zehn bis 15 Jahre. Denn in diesem Zeitraum wird den Landkreis der Fachkräftemangel in der Pflege und in der Medizin voll treffen.

So hat der Landkreis drei Ziele vor Augen:

- die Sicherung der hausärztlichen Versorgung im Landkreis

- die Weiterentwicklung von Mobilitätsangeboten für Senioren, etwa zum Einkaufen oder zum Besuch von Haus- und Fachärzten.

- die Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei älteren Menschen, damit diese möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen können.

„Zumindest statistisch betrachtet, ist die Versorgung mit Hausärzten bis 2020 im Peiner Land gesichert“, sagte Dr. Buhmann. Um nach diesem Zeitraum mögliche Lücken zu schließen, böte es sich an die Telemedizin im Landkreis einzuführen und auszubauen. Telemedizin heißt zum Beispiel, dass einzelne Leistungen wie die Kontrolle des Blutdrucks oder des Blutzuckerspiegels per Datenübertragung in der jeweiligen Arztpraxis kontrolliert werden. Dafür müsse der Patient nicht direkt vorstellig werden. Bisher setzt aber nur das Klinikum Peine auf Telemedizin bei der Behandlung von Schlaganfall-Patienten (PAZ berichtete).„Auch in der Pflege müssen wir uns wegen des drohenden Fachkräftemangels besser aufstellen“, sagte Dr. Buhmann. Dafür müssen sich die Akteure in Peiner weiter vernetzen und gemeinsam an Lösungen arbeiteten.

Eine Herausforderung sei die Erhaltung der Mobilität für Senioren in der ländlichen Region. „Da werden wir mit den Gemeinden Konzepte erarbeiten müssen“, sagte Dr. Buhmann. Letztlich solle gewährleistet werden, dass Senioren auch ohne eigenes Auto zum Einkaufen oder zu Ärzten kommen. „Das Angebot im öffentlichen Nahverkehr reicht da oft nicht aus“, sagte er.

Um die Ziele zu erreichen solle auf bestehende Infrastruktur aufgebaut werden. Dazu zählen zum Beispiel das Gesundheitsbündnis, das Bündnis gegen Depression, das Netzwerk gesunde Kinder und das Bagso-Projekt. Die Auftaktveranstaltung zur Gesundheitsregion wird im Februar 2015 stattfinden. Koordiniert wird das Ganze von Anke Bode und Hermann Spörl.

pif

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung