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Landkreis will Burgberg neu überplanen

Peine Landkreis will Burgberg neu überplanen

Kreis Peine. Überraschende Wendung in der Diskussion um den Kreishaus-Anbau: Statt bloß das in der Öffentlichkeit oft umstrittene Bauwerk auf historischem Grund am Burgberg zu bauen (PAZ berichtete), plant der Kreis das gesamte Areal rund um die geschichtsträchtige Stätte zu überplanen.

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Planungen: Auf dem begrünten Hang vor dem Kreishaus soll der Anbau entstehen. Um dennoch den historischen Wert dieses Hügels erkennbar zu machen, soll das Parkdeck weichen.

Quelle: André Bullwinkel (ab)

„Wir wollen mit der Stadt zusammenarbeiten, um diesen Ort zu einem Diamanten für die Erlebbarkeit von Stadtgeschichte zu machen“, sagte Stadtbaurat Wolfgang Gemba gestern bei der Präsentation der neuen Pläne.

Gemeinsam mit Landrat Franz Einhaus und dem Architekten Michael Schrader erläuterte Gemba die Überlegungen. Mit der breiten Kritik seitens der Stadt und des Denkmalschutzes, der Kreishaus-Anbau sei auf historischem Grund geplant, habe man bei der Kreisverwaltung eine „Sensibilität erzeugt, die anfangs bei uns nicht da war“, gab der Landrat zu. „Aber die Kritik war von Bedeutung und ist bei uns angekommen. Deshalb sind wir noch mal in uns gegangen und haben dieses Konzept entwickelt.“

Das sieht vor, den Burgberg, den man derzeit durch den vorhandenen städtischen Parkplatz als solchen kaum noch erkenne, wieder „erlebbar zu machen“, indem man die historischen Bastionsecken der Burganlage „revitalisiere“, erklärte Schrader. „Wir wollen das Parkdeck wegnehmen, um von dort die historische Hanglage wieder erkennbar zu machen“, erklärt Schrader. Dort soll ein „durchgrünter Parkplatz“ entstehen, der wieder ein „altes Motiv“ erzeuge - nämlich einen Blick in alte Gärten. Zudem wolle man die Wallanlage nachkonstruieren und eine Promenade entwickeln. Vorgesehen sind dort ein Lindenplateau, Aufenthaltsorte und Hinweistafeln für die Bürger oder auch Gastronomie. Und auch der Amtshof, der durch den Abriss des durch einen Brandanschlag 2011 stark geschädigten Kreistagsgebäudes (siehe Text unten) in einem ganz neuen Anblick erstrahlt, soll mit Linden und einem Wasserbereich weiter aufgewertet werden. Durch Veranstaltungen für die Öffentlichkeit soll das Konzept abgerundet werden, sagte Einhaus. „Wir wollen Bürger einladen, um auf diese besondere Peiner Stätte hinzuweisen.“

Die Kreisverwaltung, die nach Angaben von Landrat Einhaus bislang in diesen Plänen im Kreisausschuss breite Zustimmung erhalten habe, werde auf eigenen Flächen „etwas zum Erhalt der Stadtgeschichte beisteuern“, so Gemba. „Wir wollen gemeinsam mit den Bürgern und der Stadt nach vorne schauen. Hier gibt es unheimliche Chancen. Nun muss sich die Stadt schnell entscheiden, damit mir dem Bau des Kreishaus-Anbaus begonnen werden kann.“

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