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Landgericht: Drei Jahre Haft für Drogendealer (27)

Peine Landgericht: Drei Jahre Haft für Drogendealer (27)

Peine/Hildesheim. Ein 27-Jähriger aus Peine ist vom Landgericht Hildesheim zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Er hatte zugegeben, Marihuana an Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren verkauft zu haben.

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Ein Justizbeamter öffnet die Handschellen des 27-jährigen Angeklagten aus Peine. Rechts daneben steht der Verteidiger Manfred Christian.

Quelle: Wiebke Barth

Dabei sei das Alter der Abnehmer zwar nicht immer besprochen worden, der Angeklagte räumte aber ein, dass sie als Minderjährige zu erkennen waren. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und drei Monate beantragt, Verteidiger Manfred Christian zwei Jahre zur Bewährung.

Der 27-Jährige wurde wegen 16 Verkäufen an vier verschiedene Abnehmer im Verlauf des Jahres 2015 verurteilt. Angeklagt waren weit mehr Fälle, doch die jungen Zeugen hatten große Schwierigkeiten, sich an die Häufigkeit der Treffen zu erinnern und sie zeitlich festzumachen.

Sie hatten den Namen des Dealers von Bekannten gehört und dann per SMS oder Whats-App Kontakt aufgenommen. Meist ging es nur um den Kauf von einem Gramm Marihuana für den Preis von zehn Euro. Er habe auf den Einkaufspreis kein Geld aufgeschlagen, erklärte der Angeklagte. Stattdessen habe er bei den Portionen für seine Abnehmer ein bisschen Marihuana abgezwackt, um so selbst zu einem Joint zu kommen. Außerdem habe sein Lieferant bei größeren Abnahmen mal ein Gramm dazugegeben. Er habe sich durch den Verkauf an die Jugendlichen seinen eigenen Konsum finanziert.

Der Name des Angeklagten sei vielen Jugendlichen in Peine bekannt, der 27-Jährige in der City sehr präsent gewesen. Das habe wohl die Kontaktaufnahme für Schüler auf dem Weg zum Bahnhof erleichtert, meinte ein Polizist.

Bei der Erörterung seines Lebenslaufes liefen bei dem 27-Jährigen die Tränen. Er wuchs nach der Trennung der Eltern erst bei der Großmutter auf, lebte dann mehrere Jahre im Heim. Zu seiner Mutter bestehe schon lange kein Kontakt mehr. Der Tod seines Bruders im vergangenen Jahr war ein weiterer Schlag. Er selbst habe mit 13 Jahren mit dem Konsum von Marihuana begonnen, später kamen weitere Drogen hinzu. Er hat zwei Kinder, aber keinen Kontakt zu ihnen.

Vor Gericht beteuerte der Peiner seine Reue. Die Erfahrung der dreimonatigen Untersuchungshaft habe ihm die Augen geöffnet. Er fühle sich wohler ohne Drogen, wolle mit seiner neuen Lebensgefährtin und deren Sohn ein neues Leben beginnen, arbeiten und eine Therapie machen. Drei Monate seiner Strafe sind durch die Untersuchungshaft schon verbüßt.

Das Urteil des Landgerichtes gegen den 27-Jährigen ist rechtskräftig.

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