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Landesbischof: „Milliardenkosten durch verfehlte Integration“

Politischer Frühling des SPD-Unterbezirks Peine Landesbischof: „Milliardenkosten durch verfehlte Integration“

Vor knapp 100 Gästen begrüßte der SPD-Unterbezirksvorsitzende Gerd Meister gestern Landesbischof Dr. Friedrich Weber zum politischen Frühling im Woltorfer Landkrug.

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Politischer Frühling: Vor knapp 100 Gästen sprach Prof. Friedrich Weber über Integration.

Quelle: cb

Woltorf. „Mangelnde Bildung hält Menschen in Unfreiheit und Unmündigkeit. Dieser Grundsatz von Luther gilt bis heute“, sagte Weber zu Beginn seines Vortrags.

Auch beim Thema Integration spiele Bildung eine zentrale Rolle, denn sie ermögliche die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. „Aber nirgendwo sind Bildungschancen und soziale Herkunft so voneinander abhängig wie in Deutschland“, sagte Weber.

Vor allem Einwanderer hätten auf ihrem Bildungsweg „schlechte Karten“. „40 Prozent der Migrantenkinder besuchen die Hauptschule, 18 Prozent bekommen keinen Abschluss.“ Eine Folge seien schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Andererseits stamme jeder vierte Jugendliche im Ausbildungsalter aus einer Zuwandererfamilie.

Schätzungen zufolge entstünden durch verfehlte Integration jährlich Kosten in Höhe von 16 Milliarden Euro. Auffällig: Während deutsche Eltern ihre Kinder entgegen der Grundschulempfehlung oft zu einer höheren Schule schickten, lasse sich bei Einwanderern das Gegenteil beobachten. „Arbeiterfamilien in den 50er-Jahren war es auch unheimlich, die Kinder zum Gymnasium zu schicken. Man hatte Sorge vor Entfremdung“, sagte Weber.

Grund zur Sorge seien steigende Vorbehalte bei Einheimischen: Jeder Dritte wolle keine ausländischen Nachbarn. Diese Zahl habe sich binnen weniger Jahre verdoppelt. Um Integration zu ermöglichen, brauche es einen „Dialog auf Augenhöhe“. Dabei müssten vor allem die Kommunen ein Mitspracherecht haben: „Denn sie wissen, wo die Bedürfnisse vor Ort am größten sind.“

azi

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