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Land unter im Landkreis

Unwetter Land unter im Landkreis

Blitze, Donner, Starkregen: Das schwere Unwetter in der Nacht auf Donnerstag hat den Landkreis Peine voll erwischt. Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz.

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Zwei Feuerwehrleute schaufeln gestern nach dem Unwetter in Berkum Schlamm und Regenwasser weg.

Quelle: cb

Kreis Peine. Die Alarm-Sirenen haben in vielen Orten geheult, als am Mittwochabend von 23.15 bis 2 Uhr ein Unwetter mit Gewitter, Starkregen und heftigen Sturmböen im Landkreis Peine wütete. Bei der Polizei und der Feuerwehr standen die Telefone nicht still.

  • In der Peiner Ortschaft Vöhrum am Glindweg wurde durch einen Blitzschlag der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Brand gesetzt und zerstört. Die Schadenshöhe beträgt mindestens 20. 000 Euro. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Im Einsatz waren neben der Polizei die Feuerwehren Kernstadt Peine und Vöhrum.
  • Vöhrums Ortsbrandmeister Rüdiger Ernst sagt der PAZ: „Wir waren um 23.45 Uhr mit 40 Feuerwehrleuten und zehn Fahrzeugen am Glindweg und haben bis 1.30 Uhr das Feuer im Dachstuhl gelöscht.“ Danach sei aber der Einsatz noch nicht beendet gewesen, denn in der Kernstadt Peine, den Stadtteilen Vöhrum, Stederdorf, Essinghausen und Wendesse standen mehrere Keller unter Wasser, die ausgepumpt werden mussten.
  • Betroffen von den Regenfällen war auch die Autobahn-Unterführung zwischen Peine und Stederdorf und die Richard-Langeheine-Straße. Diese Straßen waren so stark überflutet, dass hier sogar einige Autos stecken geblieben sind, die sich aber letztendlich wieder selbst befreien konnten. Durch hoch gedrückte Gullydeckel, umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste kam es neben den Verkehrsbehinderungen auch zu zwei Verkehrsunfällen, bei denen es laut Polizei „jedoch lediglich zu Sachschäden ohne verletzte Personen gekommen ist“.
  • In der Gemeinde Vechelde musste die Bundesstraße 1 nahe der neuen Ortsumgehung teilweise gesperrt werden, da Teile der Böschung auf die Fahrbahn gespült wurden. Ebenso wurde die Kreisstraße 27 zwischen Ölsburg und Gadenstedt dermaßen von Schlamm bedeckt, dass eine zeitweilige Sperrung und umfangreiche Reinigung erforderlich waren. Hier waren neben der Polizei auch die jeweiligen Ortswehren und die Straßenmeisterei im Einsatz. In Berkum fand das Säubern der verschlammten Straßen gestern Morgen statt (siehe unten).
  • Im gesamten Kreisgebiet mussten einige Straßen zeitweilig wegen Überflutung und umgestürzter Bäume gesperrt werden. Da die Polizei aufgrund der Vielzahl von Einsätzen nicht an allen Straßenabschnitten präsent sein konnte, wurde sie bei den Absperrungen von den jeweiligen Ortswehren unterstützt. Und das Unwetter löste in vielen Orten Einbruch- und Brandmeldeanlagen aus, die von der Polizei überprüft wurden.

Tipp

Regulierung der Unwetterschäden

Gegen Unwetterschäden ist man in aller Regel machtlos. Bei richtigem Versicherungsschutz dürfte die Reparatur kaputter Dächer, Fensterscheiben und zerbeulter Autos aber ohne Probleme vonstattengehen, wie der Bund der Versicherten erklärt. Ist ein Sturm die Ursache dafür, dass Wasser ins Haus eindringt und Schäden verursacht, dürften die Versicherungen ebenfalls eine Haftung anerkennen.

Anders ist es bei Hochwasser und Überschwemmungen, die hauptsächlich für überflutete Keller verantwortlich sind. Eine normale Hausrat- oder Gebäudeversicherung kommt dafür nicht auf. Hier muss zusätzlich eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen sein. Eine solche Police umfasst Folgen von Überschwemmungen, Erdrutschen oder Erdbeben und Lawinen.

Sturmschaden nachweisen

  • Wenn Sturmböen Dächer abdecken und Bäume umknicken, sichert eine Wohngebäudeversicherung äußere Schäden am Haus ab. Dazu gehören Fassaden, Fenster, Türen und Dächer. Auch Anbauten, die fest mit dem Gebäude verbunden sind, fallen unter den Versicherungsschutz. Für wetterbedingte Schäden innerhalb des Hauses an Möbeln und anderen Haushaltsgegenständen kommt dagegen die Hausratversicherung auf. Allerdings übernehmen beide Versicherungen keine Schäden, die wegen geöffneter Türen oder Fenster entstanden sind.
  • Wer seine Assekuranz einschalten möchte, muss allerdings offiziell einen Sturmschaden nachweisen. Dieser liegt nach den Versicherungsbedingungen ab Windstärke acht vor, was einer Geschwindigkeit von 63 Stundenkilometern entspricht.
  • Kommt bei einem Unwetter das Auto zu Schaden, ist die Teilkaskoversicherung in der Zahlungspflicht. Sie bezahlt aber nur den Zeitwert und nicht den Wiederbeschaffungswert des Wagens. Auch für andere Schäden am und im Haus werden bloß die Reparaturkosten übernommen.
  • Ist es zu einem Schaden gekommen, sollte umgehend die Versicherung informiert werden. In Abstimmung mit der Gesellschaft sollten dann Reparaturen veranlasst werden. Zuvor muss der Schaden aber genau dokumentiert werden – also am besten fotografieren oder filmen.
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