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Lächeln – und schweigen

Peiner Land Lächeln – und schweigen

„Wunderbar und unglaublich spannend“ beschreibt Gymnasiast Sönke Matschurek die Eindrücke von seiner Austauschreise ins chinesische Nanchang. Doch manchmal bleibt für ihn ein bitterer Nachgeschmack – und das nicht nur, weil die Chinesen zuweilen auch das Blut der Schlachttiere essen.

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Chinesische und deutsche Schüler bei einer traditionellen Tee-Zeremonie. China gilt als Land des Lächelns.

Kreis Peine . Zwei Wochen waren die Peiner Schüler im chinesischen Nanchang Medienstars, die auf vielen ihrer Wege von Reportern und Kameras begleitet worden sind. „Wir sind jetzt offiziell wieder normal“, sagt Leonie Heinz vom Gymnasium Groß Ilsede nach ihrer Rückkehr. Groß war die Freude, auch wieder deutsche Körnerbrötchen zum Frühstück zu genießen, erzählt die Gymnasiastin.

Sönke Matschurek vom Peiner Silberkamp-Gymnasium haben die chinesischen Essgewohnheiten ebenfalls beeindruckt: „Es ist für uns ungewöhnlich, Enten komplett zu essen oder Eier etwas reifer werden zu lassen“, sagt er. Gewöhnungsbedürftig sei zudem, dass manche Chinesen auch das Blut der Schlachttiere verspeisen.

Manche Begegnungen haben dem Schüler aber auch ein flaues Gefühl im Magen hinterlassen. So habe der Englisch-Unterricht auf ihn wie einstudiert gewirkt, „das Gesagte war auswendig gelernt“, sagt er. Da wäre vieles mehr Schein als Sein und das schade, denn „ich möchte das Land mit seiner Kultur kennenlernen und nicht nur das Schöne und Makellose sehen“.

Ärgerlich war für Matschurek auch, dass die chinesischen Schüler bei der Programmgestaltung kein Mitspracherecht besessen haben. „Die führende Partei, die einzige übrigens, hat bestimmt, was wir wann, wo und wie erlebten.“ Da habe die Ehrlichkeit gefehlt – auch bei vielen Begegnungen. „Für mündige und meinungsstarke deutsche Jugendliche war diese chinesische Eigenart schwer zu akzeptieren – doch nach außen hin schwiegen wir und lächelten.“

Beeindruckt hat den Schüler allerdings das Traditionsbewusstsein der Chinesen. So waren die Peiner Schüler Gast bei einer Tee-Zeremonie und erfuhren, dass in China seit Jahrtausenden aromatisiertes Wasser genossen wird. Auch die Pflege der Gemeinschaft zum Beispiel beim Essen haben bei dem Silberkämper Eindruck gemacht. „Das Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme, das Essen ist ein Erlebnis“, sagt er. Doch zurück in Deutschland ist für ihn klar: „Es geht nichts über ein Vollkornbrot mit Käse.“

Thorsten Pifan

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