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Ladendiebstahl: Bewährung für Familienvater

Peine Ladendiebstahl: Bewährung für Familienvater

Zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten hat der Strafrichter im Amtsgericht jetzt einen 31-Jährigen aus Peine verurteilt, weil er mehrfach in einer Parfümerie in der Innenstadt teure Duftflakons gestohlen hatte mit der Absicht, sie weiter zu verkaufen. Dies erfüllt den strafverschärfenden Tatbestand des gewerbsmäßigen Diebstahls. Die Strafe wurde für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

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Das Amtsgericht in Peine.

Quelle: A

Viermal war der damals Arbeitslose bei seinen Beutezügen auf den Videos der Überwachungskameras zu sehen. Im August 2013 steckte er drei Packungen Parfüm im Wert von 123 Euro ein. Bei den folgenden Diebstählen Ende des Jahres nahm er jeweils eine Flasche eines teuren Dufts ohne zu bezahlen mit. Die Flacons verkaufte er für zehn oder 20 Euro, um sein Einkommen als Hartz IV-Empfänger aufzubessern. So hieß es in der Anklageschrift.

Der Angeklagte gab die Diebstähle anfangs nur teilweise zu. „Jetzt werde ich gleich sauer“, warnte ihn der Richter und hielt ihm vor, dass auf den Videos deutlich zu sehen sei, wie er Schachteln aus den Regalen nahm und einsteckte. Bei der Vorführung auf dem Polizeirevier habe er außerdem bestätigt, dass er selber in den Filmen zu sehen sei.

„Ich habe diese Taten begangen, war in schlechter finanzieller Lage und mit den falschen Leuten zusammen. Ich habe sogar meine Frau belogen“, zeigte sich der Vater eines sechs Monate alten Kindes reuig. Er gab zu, das ergaunerte Geld nicht für den Haushalt aufgewendet, sondern es in einer Spielhalle verzockt zu haben.

Obwohl er den ersten Parfüm-Diebstahl direkt eine Woche nach einer einschlägigen Verurteilung begangen hatte, bescheinigte das Gericht dem Delinquenten eine positive Sozialprognose. Dies hat er nicht nur der Tatsache zuzuschreiben, dass er sich letztlich geständig zeigte und sich bei der Geschäftsleitung der Parfümerie entschuldigt hatte, sondern auch seiner Frau (40). Die gestand freimütig, dass ihre Ehe mit dem Angeklagten unter anderem wegen dieser Vorfälle kurz vor der Scheidung stand. Aber seit einem dreiviertel Jahr entwickele sich ihr Mann positiv, sodass sie ihm noch eine Chance gebe.

Die gab ihm auch das Gericht, und der Richter stellte dem 31-Jährigen, der mittlerweile wieder in Lohn und Brot steht, einen Bewährungshelfer zur Seite. Er sagte: „Sie haben eine gute Beziehung, Arbeit und sind auf Bewährung - ich habe die große Erwartung, dass Sie das alles nicht wegen einer erneuten Straftat aufs Spiel setzen!“

hui

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