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LKA warnt: Falsche Polizisten unterwegs

Kreis Peine. LKA warnt: Falsche Polizisten unterwegs

Kreis Peine. Verkehrskontrollen von unechten Beamten, Diebstähle aus Wohnungen bei angeblichen Ermittlungen, lange Finger bei vermeintlichen Sicherheitsberatungen: Die Zahl der Straftaten von falschen Polizisten in Niedersachsen ist deutlich gestiegen.

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Nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) wurden von Januar bis Mai 89 solcher vollendeten oder versuchten Delikte gezählt, vor allem Betrügereien und Trickdiebstähle. Beispiel: In Hofschwicheldt hielt Anfang April ein falscher Polizist eine Autofahrerin an, doch der Schwindel flog auf (PAZ berichtete).

Im gesamten vergangenen Jahr registrierte das LKA 136 Fälle, wo falsche Polizisten versuchten, Bürger zu betrügen oder zu bestehlen. Falls sich die aktuelle Entwicklung fortsetze, wären für dieses Jahr etwa 215 Delikte zu erwarten. Das wäre ein Anstieg von mehr als 50 Prozent. Die Ursache für die aktuelle Entwicklung sei noch unklar, sagte LKA-Sprecherin Stephanie Weiß.

Was ist in Hofschwicheldt geschehen? Eine 18-jährige Frau fuhr auf der B 494 vom Deutschen Kaiser in Richtung Rosenthal. Kurz vor Hofschwicheldt überholte sie ein Auto - vermutlich ein VW Polo. An der Heckscheibe des VW befand sich eine Leuchtschrift mit der Aufforderung „Bitte Folgen“. In der Annahme, dass es sich um eine Polizeifahrzeug handelt, hielt die 18-Jährige in Hofschwicheldt an. Es trat dann eine männliche Person im Alter von 40 bis 50 Jahren an ihre Fahrertür und erklärte, sie sei 30 Kilometer pro Stunde zu schnell gefahren und das würde nun 80 Euro kosten. Da jedoch der Mann stark nach Alkohol roch, kamen der Heranwachsenden Zweifel. Sie bezahlte kein Geld und verlangte den Dienstausweis zu sehen. Daraufhin ging der Mann zu seinem Auto, wendete das Fahrzeug und fuhr in Fahrtrichtung Stedum davon.

Ein großes Problem ist laut LKA-Sprecherin Stephanie Weiß, dass vor allem Senioren Opfer der falschen Polizisten werden. „Ältere Menschen sind zum Teil noch sehr obrigkeitshörig“, sagte sie. Wenn jemand am Telefon behaupte, er sei von der Polizei und müsse im Zusammenhang mit angeblichen Verbrechen Geld oder Schmuck abholen lassen, gingen manche Senioren bereitwillig darauf ein.

Peines Polizei-Sprecher Peter Rathai verwies auf einige Fälle im Kreis Peine, in denen Trickbetrüger sich als Polizisten ausgeben haben, um in die Wohnungen ihrer Opfer zu gelangen. Eine Häufung dieser Taten liege vor Ort jedoch nicht vor. Rathai betonte, dass Bürger, die sich unsicher sind, bei der Polizei melden könnten, um zu erfragen, ob der Einsatz echt ist. Er sagte: „Echte Polizisten haben dafür Verständnis und können sich immer ausweisen.“ Weitere Infos unter Telefon 05171/9990.

tk

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