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LKA Niedersachsen: Ermittlungen gegen kriminelle Clans auch in Peine

Kreis Peine LKA Niedersachsen: Ermittlungen gegen kriminelle Clans auch in Peine

Kreis Peine. „Arabische Familienclans beherrschen zunehmend die organisierte Kriminalität im Norden“, warnt das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen. Uwe Kolmey, Präsident des LKA, sprach gestern Abend im Politik-Magazin „Panorama 3“ im NDR-Fernsehen, von einem „flächendeckenden Problem“. Ermittelt werde auch im Peiner Land gegen Mitglieder einiger Clans, bestätigte Kolmey. Dabei soll es sich laut NDR um eine ethnische Minderheit handeln, die ursprünglich aus Südostanatolien stammt, nach 1920 aber auch vermehrt im Libanon auftrat und von dort nach Deutschland kam.

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Organisierte Kriminalität: Das Landeskriminalamt Niedersachsen will gegen Familienclans vorgehen. Dieses Foto zeigt eine gestellt Szene.

Quelle: A

Hintergrund: In Niedersachsen habe sich die Zahl der Straftaten, die auf diese Gruppe zurückgehen, in den vergangenen zehn Jahren versechsfacht - von 100 auf 600 Straftaten. Nach Angaben des Landeskriminalamtes sind die Familienclans aktiv in Peine, Hannover, Hildesheim, Stade, Achim, Wilhelmshaven, Göttingen, Osnabrück, Braunschweig, Salzgitter, Hameln, Lüneburg, und Delmenhorst. In diesen Städten werde gegen Clan-Mitglieder ermittelt.

LKA-Sprecher Frank Federau sagte: „Wir haben das Phänomen der kriminellen Familienclans untersucht und ermittelt, in welchen Städten es die Clans gibt und wo sie aktiv sind. Dabei sind wir auch auf Peine gestoßen, wo es mehr Ereignisse im Zusammenhang mit den Clans gibt.“ Er betonte dabei: „Peine ist kein Schwerpunkt der Aktivitäten, aber wir ermitteln dort.“ Gleichzeitig warnte Federau davor, alle Mitglieder der Volksgruppe zu stigmatisieren, es gebe aber eben auch verstärkt kriminelle Mitglieder - „und das dürfen wir als LKA nicht verschweigen.“

Kolmey sagte: „Es ist zunehmend schwierig, Strafverfahren gegen die Familien erfolgreich zu betreiben. Sie akzeptieren den deutschen Rechtsstaat nicht.“ Die offene Bedrohung von Staatsanwälten und Richtern sowie die Einschüchterung von Zeugen habe im vergangenen Jahr eine neue Dimension erreicht.

Auch Thomas Pfleiderer, Oberstaatsanwalt aus Hildesheim, sprach von einer gravierenden Zunahme des Problems: „Insbesondere im Kokain-Handel haben die Clans die führende Rolle übernommen.“ Zudem warnte Pfleiderer vor einer Art Parallelgesellschaft. „Die Familien leben sehr abgeschottet.“

Sicherheitsbehörden attestieren kriminellen Familienmitgliedern eine hohe Gewaltbereitschaft. Laut Polizei mehren sich Straftaten in den Bereichen Körperverletzung, Bedrohungen, Diebstahl, Betrug, Raub und Rauschgiftkriminalität. Nicht immer würden Opfer Anzeige erstatten, und selten könne man Täter verurteilen.

Peines Polizei-Chef Bernhard Bergmann verwies auf PAZ-Anfrage im Zusammenhang mit den Ermittlungen in der Fuhsestadt „auf die Zuständigkeit des LKA“.

rd

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