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Kulturverein wünscht sich muslimischen Friedhof

Peine Kulturverein wünscht sich muslimischen Friedhof

Nachdem die Peinerin Racha Charif bei einem Fährunglück ums Leben kam und aus religiösen Gründen in Hannover beerdigt werden musste, ist der Wunsch nach einem muslimischen Friedhof in Peine gewachsen. Jetzt macht sich der Vorstand des Türkisch-Islamischen Kulturvereins (Ditib) dafür stark.

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Der Vorstand: Irfan Demir, Mustafa Altun, Ertugrul Altun und Selma Karayol.

Quelle: mgb

Peine. „Immer mehr Zuwanderer fühlen sich als Deutsche und wollen hier und nicht mehr im Herkunftsland beerdigt werden“, sagt Selma Karayol, stellvertretende Vorsitzende des Ditib. In Peine sei es jedoch nicht möglich, die Verstorbenen nach Mekka auszurichten, weshalb für einige Muslime eine Beerdigung in der Fuhsestadt nicht in Frage käme. Ein weiterer Punkt ist auch, dass die Religionsgemeinschaft gerne ihre Tradition ausüben möchte. „Einige Kinder wurden aber bereits auf dem Friedhof an der Gunzelinstraße beerdigt“, sagte der Sekretär Ertugrul Altun.

Grundsätzlich steht dem Ditib nichts im Wege, einen friedlichen Ruheort für seine Verstorbenen zu schaffen. Es müssten laut Stadt-Sprecherin Anna Pietschmann nur einige Formalien durchlaufen werden. „Nach dem Niedersächsischen Bestattungsgesetz wäre ein eigener islamischer Friedhof grundsätzlich möglich, aber daran gebunden, dass die Religionsgemeinschaft als Träger fungiert und eine öffentlich rechtliche Widmung eines geeigneten Grundstücks formal herbeiführt“, sagt Pietschmann und fügt hinzu: „Dies müsste dann unter anderem in einem Bauleitverfahren planungsrechtlich vorbereitet werden. Das bedeutet, dass der Träger ein geeignetes Grundstück kaufen und dieses erschließen müsste.“

Mittlerweile hat sich der Vorstand der Ditip-Moschee mit dem Bürgermeister Michael Kessler kurzgeschlossen. Die Resonanz war durchweg positiv, wie Karayol bestätigte: „Es wird geschaut, ob wir einen Teil eines Peiner Friedhofs erhalten oder ein eigenes Grundstück bekommen - hier müssen wir aber schauen, was preislich im Rahmen liegt.“

mgb

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