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Kuhstall statt Kirche: Erntedankfeier in Berkum

Peine Kuhstall statt Kirche: Erntedankfeier in Berkum

Berkum. Überall im Kreis Peine wurde am vergangenen Sonntag das Erntedankfest gefeiert. Meist geschah das in festlich mit Gaben von Feld und Garten geschmückten Kirchen, an einigen Orten wählte man aber auch andere Lokalitäten aus. So in Berkum, wo der Gottesdienst auf einem Bauernhof gefeiert wurde.

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In Berkum fand der Gottesdienst zu Erntedank mit Pastor Titus Eichler in einem ehemaligen Kuhstall statt.

Quelle: lal

Die Ernte verdrängte die Erntedankfeier: Anders als geplant wurde die Kartoffelscheune der Familie Kolshorn für die Kartoffeleinlagerung benötigt und stand deshalb nicht für den Erntedankgottesdienst zur Verfügung. Dieser wurde deshalb auf den Hof von Friedhelm Prange verlegt.

Etwa 100 Gäste kamen und es waren mehr als erwartet, so mussten vor Beginn noch mehr Stühle in den ehemaligen Kuhstall gebracht werden.

„Das Erntedankfest stammt noch aus einer Zeit, als die Menschen noch von dem Ertrag ihrere eigenen Felder und Gärten den Winter überstehen mussten“, sagte Pastor Titus Eichler. Heute gibt es das ganze Jahr über Gemüse und Früchte im Supermarkt zu kaufen. „Warum sollten wir dankbar sein? Dankbar für immer Verfügbares?“, fragte er und mahnte, trotz des Überflusses verantwortungsvoll mit Nahrungsmitteln umzugehen.

Eichler ging in seiner Predigt auf die Lebensmittelverschwendung bei uns ein und auch auf den Hunger in vielen schlechter gestellten Ländern. „Geht in euch und entscheidet, was brauche ich wirklich für mein Leben?“, rief er auf.

Im Psalm 24 heißt es „Die Erde ist des Herren“. So solle das Erntedankfest auch daran erinnern, dass uns am Ende unseres Lebens nichts gehört und wir diese Welt mir leeren Taschen verlassen.

„Wir können mit unserem Reichtum und Überfluss so manchem helfen und sollten zu tiefst dankbar sein“, mahnte Eichler und wies darauf hin, dass teilen Spaß machen und Freude bereiten kann. „Ich möchte alle auffordern, fröhlich zu geben, denn die Gebenden liebt Gott“, so Eichler.

Den musikalischen Rahmen bestritt Simone Kupries am E-Piano, außerdem probierte sie in diesem Gottesdienst einen Kanon mit den Besuchern. Der geriet anfänglich noch etwas holprig, aber nach einer kurzen Einführung textsicherer und wohlklingend.

Nach dem Gottesdienst waren die Besucher eingeladen, die Feier bei Kaffee und Kuchen ausklingen zu lassen.

lal

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