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Krisenszenario: Afrikanische Schweinepest

Peine Krisenszenario: Afrikanische Schweinepest

Peine . Wenn eine Seuche festgestellt wird muss schnell gehandelt werden: Es kommt auf jede Sekunde an, um die noch gesunden Tierbestände vor Infektionen zu wahren. Wie in einer solchen Krisensituation gehandelt werden muss, übten in den vergangenen zwei Tagen die Mitarbeiter des Fachdienstes Veterinärwesen in Peine und Mitarbeiter vom Katastrophenschutz.

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Beschäftigten sich mit der afrikanischen Schweinepest: Ein Team des Fachdienstes Veterinärwesen.

Quelle: mgb

In einem Pressegespräch erklärte Dr. Tatjana Shobeiry Fard was für eine Bedeutung ein Seuchenausbruch bei Tieren in Peine habe: „Das Problem ist, dass beim Befund einer Seuche in einer Kommune sofort die Tier-Exporte in ganz Deutschland gestoppt werden - die Folgen für die Volkswirtschaft wären gewaltig!“

In den vergangenen Tagen probte das Peiner Krisen-Team den Ernstfall. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) gab bis dato noch unbekannte Koordinaten durch und gab dem Team vor in der Nähe von Bortfeld sei ein Wildschein gesichtet worden, das mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert sei. Sofort mussten alle erdenklichen Hebel umgelegt, sogenannte Krisen-Laptops aus den Schränken geholt werden und alle Möglichen Institutionen kontaktiert werden, um so schnell wie Möglich den Bereich absperren zu können und weitere infizierte Tiere zu finden.

„Wir haben die Übung mit 24 Mitarbeitern bestritten - Im Ernstfall wären natürlich mehr als 100 Personen dabei“, sagte Shobeiry Fard. Im Eiltempo wurde anhand von Computerprogrammen Karten konzipiert, die einen bestimmten Bereich eingrenzen, wo sich zur Zeit die Seuche, beziehungsweise in dem Fall die Wildschweine befinden könnten, um Jäger, Polizei und Feuerwehr ihre Arbeit vor Ort erleichtern zu können. „Ich muss sagen, die Zusammenarbeit hat hervorragend geklappt - es gab zwar hin und wieder einige Fehler, die uns unterlaufen sind. Aber jetzt wissen wir wie wir das in der krise besser lösen könnten“, sagte Shobeiry Fard

mgb

PAZ-INFO: Schweinepest

Die afrikanische Schweinepest ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Allgemeinerkrankung mit seuchenhaftem Verlauf, hoher Krankheitshäufigkeit und hoher Sterblichkeit. Die Krankheit betrifft nur Haus- und Wildschweine, Menschen können sich nicht infizieren. Ausgebrochen ist das Virus in Afrika. Mittlerweile wurden Fälle gemeldet in Russland, Polen, Litauen und Lettland.

Dass die Pest Deutschland erreicht, ist nicht ausgeschlossen. Ein Impfstoff gegen afrikanische Schweinepest ist nicht verfügbar und wird auch auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung stehen. Das Virus wird bekämpft, indem infizierte Tiere erlegt werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Landwirte in kürzester Zeit ihren kompletten Schweinebestand verlieren könnten.

mgb

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