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Krisensitzung: Kreis Peine ist auf Ebola-Fall vorbereitet

Peine Krisensitzung: Kreis Peine ist auf Ebola-Fall vorbereitet

Krisensitzung in Peine: Wegen der weltweiten Ebola-Katastrophe haben sich jetzt Peiner Fachleute zusammengesetzt, um einen Notfallplan für das Peiner Klinikum zu entwickeln. Das Ergebnis: Das Krankenhaus ist nicht geeignet, um Ebola-Patienten dauerhaft zu behandeln.

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Prof. Dr. Jürgen Sorge, Ärztlicher Direktor,

„Für die Erstversorgung sind wir aber gut gerüstet“, sagt Professor Dr. Jürgen Sorge, Ärztlicher Direktor des Klinikums Peine.

Vertreter des Gesundheitsamtes, des Peiner Klinikums sowie des Landkreises trafen sich, um gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln, die bei einem Ebola-Verdachtsfall für bestmöglichen Schutz des Klinikpersonals und der Bevölkerung sorgen.

So werde etwa das Personal besonders sensibilisiert und die Ausrüstung aufgestockt. „Wir haben beschlossen, unseren Bestand an Schutzanzügen auf 40 zu verdoppeln“, sagt Sorge, „denn ein Patient, der isoliert behandelt werden muss, beansprucht sehr viele Mitarbeiter gleichzeitig.“

Dass ein Patient mit Verdacht auf Ebola überhaupt isoliert werden kann, verdankt das Peiner Klinikum der neuen Zentralen Notaufnahme, die nun auch einen Isolierraum beinhaltet. „Hier kann der Patient direkt von draußen hereingebracht werden, ohne, dass er durch den Haupteingang oder die Notaufnahme muss“, erklärt Annette Viedt, Hygienefachkraft am Klinikum Peine. Ein Raum, den die Mitarbeiter der Notaufnahme sehr zu schätzen wissen. „Wir sind wirklich froh, diese Isoliermöglichkeit zu haben“, sagt Krankenschwester der Notaufnahme, Angelika Jakomet, „nicht nur bei Ebola, auch bei allen anderen ansteckenden Krankheiten, wird er genutzt.“

Damit die Klinik-Mitarbeiter sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht infizieren, wird das Personal derzeit darin geschult, vor allem die Schutzanzüge richtig anzuwenden. „Es ist schon vorgekommen, dass sich medizinisches Personal beim Ausziehen des Schutzanzuges mit Ebola infiziert hat“, schildert Sorge.

Grundsätzlich sei die Wahrscheinlichkeit, dass ein an Ebola Erkrankter in das Peiner Klinikum käme, aber sehr gering, so Sorge. „Die Inkubationszeit beträgt 21 Tage. Selbst wenn ein Asylbewerber aus der fraglichen Region nach Peine kommt, ist er sehr viel länger unterwegs und würde dann schon das Vollbild der Erkrankung zeigen.“

Das Peiner Klinikum sei für die dauerhafte Behandlung von Ebola-Patienten nicht ausgelegt. „Uns fehlt einfach das Personal und die medizinischen Möglichkeiten“, sagt Sorge. So dürften etwa Blutuntersuchungen nur in speziellen Laboren durchgeführt werden, da das Blut eines Ebola-Patienten hoch infektiös ist. „Wir können nur die Erstversorgung übernehmen“, sagt Sorge. „Erhärtet sich dann der Verdacht, wird der Patient ins Medizinische Zentrum nach Hamburg verlegt.“

ju

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