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Krise bei Stahlfirma Peiner Träger: Das Minus liegt bei 185 Millionen Euro

Peine Krise bei Stahlfirma Peiner Träger: Das Minus liegt bei 185 Millionen Euro

Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter AG rutscht noch tiefer in die roten Zahlen. Das zeigen die aktuellen Quartalszahlen, die gestern vorgestellt wurden. Ein Hauptgrund dafür ist die schwere Krise beim Tochterunternehmen Peiner Träger.

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Ein Mitarbeiter von Peiner Träger steht im Walzwerk. Die Stahlfirma steckt in einer schweren Krise.

Quelle: A

Im Sommerquartal musste der Stahlhersteller unterm Strich ein Minus von 67 Millionen Euro verkraften. Der Fehlbetrag wächst damit auf insgesamt 382,2 Millionen Euro an. Davon entfällt alleine ein Minus in Höhe von 185 Millionen Euro an Abschreibungen auf die verlustreiche Tochter Peiner Träger, die Stahlträger für die schwächelnde Bauindustrie herstellt.

Konzernsprecher Bernhard Kleinermann sagte der PAZ: „Die Rohstahl-Erzeugung war angesichts der Mengenbeschränkung im Trägergeschäft auf eine Million Tonnen pro Jahr sowie wegen des zweimonatigen Reparaturstillstandes des Hochofens A niedriger als ein Jahr zuvor.“ Umsatztechnisch habe man die Werte der ersten neun Monate 2012 wegen der unbefriedigenden Erlösentwicklung sämtlicher Produkte verfehlt. Zum Jahresanfang war die Auslastung der Trägerproduktion laut Kleinermann wegen der erheblichen Bestell-Zurückhaltung schwach. Die Nachfrage in Kerneuropa sei im Frühjahr weiter eingebrochen, „da Bauinvestoren die Vergabe von Projekten angesichts der unklaren wirtschaftlichen Situation stark einschränkten“. Auch der Versuch der meisten europäischen Hersteller auf Exportmärkte auszuweichen, habe dort zu einem erhöhten Preisdruck geführt. Erst im August habe es eine leichte Nachfragebelebung für kleinere Träger gegeben.

Für Peiner Träger sei wegen der „existenzbedrohenden Marktbedingungen“ ein verändertes Unternehmenskonzept vereinbart worden. Dabei hat man laut dem Sprecher die Produktion bei einem wechselnden Zwei-Ofenbetrieb auf je eine Million Tonnen Roh- und Walzstahl pro Jahr zurückgefahren.

Im Zusammenhang mit der verringerten Stahlproduktion wird die Belegschaft von Peiner Träger zum Jahresende von jetzt 1100 auf 800 Mitarbeiter reduziert. Auffangen will man dies durch Altersteilzeit, Vorruhestand, die Versetzung in andere Konzerngesellschaften und die Übernahme in eine Transfergesellschaft.

tk

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