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Krippenplätze: Kreis Peine erfüllt Betreuungsquote

Peine Krippenplätze: Kreis Peine erfüllt Betreuungsquote

Der Kreis Peine ist in Sachen Kleinkindbetreuung offenbar auf einem gutem Weg: Den in einem Jahr in Kraft tretende Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Ein- bis Dreijährige können die sieben Gemeinden und die Stadt aller Voraussicht nach erfüllen. Die gesetzlich geforderte Betreuungsquote liegt bei 35 Prozent, auf das Peiner Kreisgebiet gerechnet liegt sie momentan bereits bei 31 Prozent.

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Trafen sich gestern im Egon-Bahr-Haus: (v. l.) Matthias Möhl, Lutz Erwig, Hubertus Heil, Wilfried Brande, Frank Bertram, Hartmut Marotz, Hans-Hermann Baas, Klaus Dieter Grimm und Franz Einhaus.

Von den 3111 unter drei Jahre alten Kindern in der Stadt und im Landkreis Peine haben aktuell 884 einen Krippenplatz, davon 645 in 44 Regelgruppen, 92 in altersgemischten Gruppen und100 bei Tagesmüttern. Peines Bundestagsabgeordneter Hubertus Heil und sein SPD-Kollege im Landtag, Matthias Möhle, ließen sich das Zahlenwerk gestern von den Hauptverwaltungsbeamten der Gemeinden und der Stadt erläutern.

Vor dem Hintergrund, dass das Land Niedersachsen beim Krippenausbau mit einer Betreuungsquote von 19 Prozent Schlusslicht sei, stehe der Kreis Peine hervorragend da, lobte Heil. Nur durch erhebliche, vor allem finanzielle Anstrengungen sei es möglich gewesen, das Angebot deutlich zu verbessern.

Bei der Deckung der Betriebs- und Investitionskosten sieht Heil verstärkt Land und Bund in der Pflicht, denn den klammen Kommunen fehle schlicht das Geld. „Es kann doch nicht sein, dass sich die Kinderfreundlichkeit einer Kommune nach der jeweiligen Kassenlage richtet“, bekräftigte Landrat Franz Einhaus (SPD).

Da Krippenplätze immer stärker nachgefragt werden, müsse auch dringend für qualifizierten Nachwuchs gesorgt werden, sagte Heil. „Deshalb ist es auch Aufgabe der Politik, den Beruf Erzieher attraktiver zu machen.“

Ein Dorn im Auge ist Heil das geplante Betreuungsgeld, über das im Oktober im Bundestag abgestimmt werden soll. Er bezeichnete es gestern als „Vom-Arbeitsmarkt-Fernhalte-Prämie“. Für die Kommunen im Kreis Peine sei die „offene Situation“ beim Betreuungsgeld vor allem ein erheblicher Unsicherheitsfaktor, verdeutlichte Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas (SPD). Denn: Die Gemeinden Edemissen, Hohenhameln, Ilsede, Lahstedt, Lengede, Wendeburg und Vechelde sowie die Stadt Peine haben seit April 2008 insgesamt rund zehn Millionen Euro in den Krippenausbau investiert, etwa die Hälfte davon gab es als Zuschuss vom Bund. Unklar sei wie sich das Betreuungsgeld auf die Nutzungsverhalten von Krippen auswirken würde.

Laut Möhle könnten im Kreis Peine künftig bis zu1,3 Millionen Euro Betreuungsgeld im Jahr ausgezahlt werden. Geld, das rechnerisch für die Betriebskosten von13 Krippengruppen ausreichen würde. Einhaus erklärte, dass im Kreis Peine bei Hinzurechnung des Potenzials im Bereich der Tagesbetreuung, bereits jetzt eine Betreuungsquote von 35,2 Prozent erreicht werden könne. Damit bleibt dem Kreis eine mögliche Prozessflut von Eltern, die einen Krippenplatz einklagen wollen, wohl erspart.

Trotz dieser erfreulichen Situation, so Heil, sei auch klar, „dass die Kleinkindbetreuung insgesamt von idealen Rahmenbedingungen weit entfernt ist“. Eine wohnortnahe und zeitlich flexible Betreuung könne nicht immer gewährleistet werden.

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