Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Kriminelle haben Peiner um 100.000 Euro betrogen

Peine Kriminelle haben Peiner um 100.000 Euro betrogen

Peine. Hartnäckige Betrüger haben sich als BKA-Beamte ausgegeben und mit einer geschickten Lüge von einem 71-jährigen Peiner rund 96 500 Euro erbeutet. Die Unbekannten hatten sich über Wochen als Beamte des Wiesbadener Bundeskriminalamtes (BKA) ausgegeben.

Voriger Artikel
Urlaubsgeld: PUT muss 252.000 Euro zahlen
Nächster Artikel
Stromtrasse Süd-link: Landwirte weiter beunruhigt

Die Kriminellen hatten seit Ende August bis Anfang Oktober mit dem Namen Richter mehrfach bei dem Rentner angerufen und ihm am Telefon suggeriert, dass das BKA Wiesbaden aufgrund sichergestellter Schriftstücke bei einer Kontrolle ausländischer Straftäter, seine Adress- und Kontodaten gefunden hätte.

Der Mann wäre nun in höchster Gefahr und bekäme verdeckten Personenschutz. Zur Sicherheit müsse er alle seine Konten auflösen und das Geld abheben, da auch Bankmitarbeiter seines Institutes involviert wären. Der Geschädigte tat wie ihm geheißen, löste alle Konten auf und hatte Tage später die hohe Summe bei sich zu Hause gelagert. Nach einem erneuten Anruf vereinbarte man ein Treffen, um das Geld an einen weiteren angeblichen BKA-Beamten zu übergeben. Bei dem Treffen übergab der Geschädigte die gesamten 96 500 Euro.

Aber damit nicht genug: Über mehrere Wochen stand der Geschädigte weiterhin mit dem angeblichen Herrn Richter vom BKA in telefonischer Verbindung. In diesem Zeitraum suggerierte dieser dem Geschädigten weiter, dass er in Kürze einen Enkeltrick-Anruf bekäme und er vorsorglich Kopien seiner Ausweise anfertigen und per E-Mail übersenden solle. Auch das tat der 71-jährige Rentner leichtsinnigerweise.

Als der Rentner fortan Paketlieferungen und Telefonverträge zugesandt bekam, wurde er misstrauisch, denn die vermeintlichen Beamten forderten den 71-Jährigen dazu auf, diese dem BKA privat zu übergeben. Kurzerhand erstattete der Senior eine Anzeige bei der Polizei. Der Abholer des Geldes wurde von dem Rentner „als mutmaßlicher Deutscher mit gepflegten Aussehen und kurzen schwarzen Haaren, der akzentfrei Deutsch sprach“, beschrieben. Sollte die Polizei den Täter nicht finden, sei das Geld weg, sagte ein Sprecher.

Deshalb weist die Polizei in diesem Zusammenhang noch mal darauf hin, dass die Polizei in keinem Fall zu Geldübergaben auf welche Art und Weise auch immer, auffordert. „Generell sollte man immer misstrauisch werden, wenn sich jemand am Telefon als Polizeibeamter ausgibt und Forderungen nach Geld oder sonstigen Wertsachen stellt“, betont der Polizeisprecher Peter Rathai. Und weiter: „Auch die Anrufe von angeblichen Verwandten oder Bekannten, die in Geldnot sind und einen Geldbetrag von einem fordern, der dann an eine unbekannte Person übergeben werden soll, sollten einen hellhörig werden lassen.“

In einem solchen Fall bittet Rathai dringend, nicht darauf einzugehen und die Polizei zu informieren. „Dabei sollte man aber nicht die Telefonnummer anrufen, die einem der Anrufer möglicherweise nennt, sondern sich die Amtsnummer selbst heraussuchen“, betont der Polizeibeamte. Die Polizei in Peine ist übrigens unter der Telefonnummer 05171/9990 zu erreichen.

mgb

Der Text wurde aktualisiert.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung