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Kreistag: Mehrheit für den Kreishaus-Neubau

Kreis Peine Kreistag: Mehrheit für den Kreishaus-Neubau

Kreis Peine. Heftige Kritik an der Stadt Peine übte Arnim Plett (CDU) gestern Abend im Kreistag vor der Abstimmung über den Neubau des zweiten Kreishauses an der Feuerwehrtechnischen Zentrale. Am Ende stimmte jedoch eine breite Mehrheit für den Neubau. Einzig Karl-Heinrich Belte votierte gegen das Projekt. Fünf CDU-Kreistagsmitglieder enthielten sich.

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Abstimmung im Kreistag über den Neubau des zweiten Kreishauses auf dem Gelände der Feuerwehr.

Quelle: Thorsten Pifan

„Es ist eine fatale Entscheidung, die Bürgermeister Kessler in den letzten Tagen seiner Amtszeit getroffen hat“, sagte Plett und meinte damit die Ablehnung des Bauantrages des Landkreises. Denn zunächst sollte der Neubau - wenn auch kleiner als jetzt geplant - auf dem Burgberg errichtet werden. Dagegen erhoben jedoch die Landesdenkmalschützer lauten Protest. Letztlich folgte die Stadt den Argumenten der Denkmalschützer und lehnte den Bauantrag ab.

Belte bezeichnete den Streit zwischen Stadt und Landkreis als Provinzposse, deren Ergebnis er nicht zustimmen könne. Zudem kritisierte Belte, dass der Stadtrat, dem er ebenfalls angehört, es abgelehnt habe, über das Thema Kreishaus-Neubau zu diskutieren.

Auch Holger Flöge (FDP) erklärte, dass er den Standort nicht optimal findet, er letztlich angesichts der Alternativen ein brauchbarer Vorschlag sei, dem er zustimmen könne. Am Ende mahnte er aber wachsam zu sein, dass die Kreisverwaltung mit seinen Mitarbeitern nicht ausufere.

Doris Maurer-Lambertz (Grüne) votierte für den Neubau, kritisierte aber die zusätzliche Flächenversiegelung, die mit dem Projekt einher geht.

SPD-Kreistagsfraktionschef Frank Hoffmann lobte die Arbeit der Verwaltung, die insgesamt zwölf Alternativen geprüft habe, bevor die Entscheidung fiel eine Neubau-Planung an der Feuerwehr umzusetzen. Hoffmann bedauerte zudem, dass die Stadt ihren Entscheidungsrahmen beim Bauantrag nicht genutzt habe.

Wichtige Infos zum zweiten Kreishaus

Das zweite Kreishaus des Landkreises Peine für rund 160 Mitarbeiter soll auf dem Übungsgelände an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) an der Werner-Nordmeyer-Straße entstehen. Kosten: etwa 13,5 Millionen Euro.

Trotz der hohen Investitionssumme könnte sich der Neubau für den Landkreis sogar rechnen. Man geht davon aus, dass das neue Gebäude wirtschaftlich errichtet werden kann. Denn gleichzeitig will der Landkreis die Verträge für  Immobilien an der Woltorfer Straße und an der Hopfenstraße, die für rund 200.000 Euro jährlich gemietet sind, kündigen.

Zudem sollen an der FTZ die Mitarbeiter aus den 54 Containern untergebracht werden. Die Container neben dem Straßenverkehrsamt schlagen aktuell allein schon mit 230.000 Euro pro Jahr zu Buche. Erhalten bleiben soll jedoch der Standort des Gesundheitsamtes am Maschweg. Dafür zahlt der Kreis keine Miete, da es sich um ein ehemaliges Objekt des Landes handelt, das der Kommune überlassen wurde.

Landrat Franz Einhaus (SPD) ist es wichtig, dass die Innenstadt keine Nachteile von den Planungen haben werde. „Wir wollen die Fachdienste mit häufigen Kundenkontakten im alten Gebäudekomplex zusammenfassen“, sagte er.

Gleichzeitig soll der Standort auf dem Burgberg aufgewertet werden. „Wir planen hier ein Dienstleistungszentrum einzurichten, das direkt an den Haupteingang anschließt, wo zurzeit die Information und die Poststelle untergebracht sind“, erklärte der Landrat.

pif

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Peine
Der Kreishaus-Neubau soll neben der FTZ errichtet werden.

Peine. Zu den Vorwürfen des Peiner CDU-Kreistagsabgeordneten Arnim Plett in der Diskussion über den Kreishaus-Neubau gegen die Stadt und seine Person nimmt Bürgermeister Michael Kessler (SPD) Stellung. Plett hatte in der jüngsten Kreistagssitzung kritisiert, dass die Ablehnung des ursprünglichen Bauantrages für den Burgberg eine „fatale Entscheidung“ sei, die Kessler in den letzten Tagen seiner Amtszeit getroffen habe (PAZ berichtete).

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