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Kreissparkasse baut Filialnetz um

Peine Kreissparkasse baut Filialnetz um

Peine. Die Kreissparkasse Peine baut zum 2. April ihr Geschäftsstellen-Netz um. Konkret heißt das: Statt 20 gibt es künftig noch 15 Geschäftsstellen, die Zahl der SB-Filialen steigt dagegen von drei auf sechs. Die Filialen in Telgte und Woltorf werden geschlossen. In Adenstedt, Bülten und Dungelbeck gibt es künftig nur noch SB-Geschäftsstellen mit Geldautomaten.

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Erläuterten die Gründe für die neue Struktur: Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Hösel (links) und sein Vorstandskollege Dominikus Penners.

Quelle: cb

„Auch mit der neuen Struktur behalten wir das größte Filialnetz und die größte Nähe zu den Kunden“, versichert der Vorstandsvorsitzende Jürgen Hösel. Alle Mitarbeiter behalten ihre Jobs und werden in benachbarten Geschäftsstellen eingesetzt.

Verschiedene Gründe wie verändertes Kundenverhalten, die demografische Entwicklung und wirtschaftliche Aspekte (siehe Text unten) seien dafür verantwortlich, dass sich die Kreissparkasse neu aufstellt. In Adenstedt, Dungelbeck und Woltorf bestand dringender Renovierungsbedarf. „Ein Neubau macht aus verschiedenen Gründen keinen Sinn“, so Stefan Honrath, Unternehmensbereichsleiter Privatkunden. Folge: Die Geschäftsstelle Adenstedt wird mit der Geschäftsstelle in Gadenstedt zusammengelegt. Für Kunden der Geschäftsstelle Dungelbeck ist künftig die Filiale Peine-Süd in der Feldstraße zuständig. Und die Geschäftsstelle Woltorf wird mit der Filiale in der Beethovenstraße vereinigt. Zumindest in Adenstedt und Dungelbeck wird es anders als bisher zukünftig SB-Automaten geben. Im Fall Bülten verweist die Kreissparkasse darauf, dass sich dort fast keine Infrastruktur mehr befände. „Unsere Kunden orientieren sich dorthin, wo sich Nahversorger konzentrieren“, erklärt Honrath. Deshalb würden die Kunden der bisherigen Filiale Bülten künftig in Groß Ilsede beraten. Die Frage der Wirtschaftlichkeit stellte sich im Fall Telgte. Bei einem Blick auf den Stadtplan werde deutlich, dass sich dieser Standort in unmittelbarer Nähe zu den Geschäftsstellen in Vöhrum und in der Celler Straße befindet. Honrath: „Beide Geschäftsstellen wurden umgebaut und modernisiert. Darum werden wir die Geschäftsstelle Telgte mit unserer Geschäftsstelle in Vöhrum zusammenlegen.“ Hösel und sein Vorstandskollege Dominikus Penners sind davon überzeugt, dass die neue Struktur die Kunden zufrieden stellt und gleichzeitig dazu beiträgt, dass die Kreissparkasse rentabel bleibt. Alle betroffenen Kunden seien per Brief persönlich über die Veränderungen informiert worden. Weitere Schließungen sind in den nächsten Jahren nicht geplant, stellten Hösel und Penners klar.

bor

Kreissparkasse: Die Gründe für eine neue Struktur

Warum hat die Kreissparkasse einige Filialen zusammengelegt? Laut Hösel haben verschiedene Faktoren eine Rolle gespielt. „Das Geschäftsstellennetz muss so gestaltet sein, dass es unserem Auftrag nach flächendeckender Versorgung mit Finanzdienstleistungen entspricht und den Kundenbedürfnissen entgegenkommt“, so der Vorstandsvorsitzende. Dabei dürfe auch die Wirtschaftlichkeit nicht aus dem Auge verloren werden.

So hätten allein mögliche Sanierungen der Filialen in Adenstedt, Dungelbeck und Woltorf einen höhreren Millionenbetrag verschlungen. Das Geld wird nun gespart. Seit einigen Jahren habe sich zudem das Kundenverhalten stark verändert. Der Wunsch nach ganzheitlicher Beratung steige – auch außerhalb der Öffnungszeiten. Auf der anderen Seite erwarten die Kunden laut Hösel auch Standardleistungen rund um die Uhr – zu kostengünstigen Preisen. „Das bedeutet ein zeitgemäßes Onlineangebot sowie ein umfangreiches Selbstbedienungs-Angebot in den Geschäftsstellen, das 365 Tage im Jahr 24 Stunden lang zur Verfügung steht“, erklärt der Vorstandschef. Der Trend, Standardbankgeschäfte online abzuwickeln, halte ungebrochen an. Mobile Endgeräte, wie Smartphones und Tablet-PC, erleichterten den Kunden den Zugang zu den vielfältigen mobilen Anwendungen zur Erledigung ihrer Standardgeschäfte. „Die Bargeldversorgung verliert dagegen im Zeitalter der Kartenzahlung und des kontaktlosen Bezahlens immer mehr an Bedeutung“, sagt Hösel.

Wichtig seien auch Demografie-Faktoren: Die abnehmende Kundenfrequenz in einigen kleinen Einheiten würde laut Hösel eigentlich eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl erfordern. „Diese Anpassung können wir aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht vornehmen, da uns die Unfallverhütungsvorschriften vorschreiben, wie viele Mitarbeiter in einer Geschäftsstelle mit einer Kasse anwesend sein müssen“, so Hösel. Er stellt unterm Strich fest: „Mit der neuen Struktur sind wir für die nächsten Jahre gut aufgestellt.“

bor

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