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Kreishaus-Streit: „Behörden handeln wie im Kindergarten“

Peine Kreishaus-Streit: „Behörden handeln wie im Kindergarten“

Peine. „Die Behörden handeln wie im Kindergarten“, kommentieren Ole Siegel und Ulrich Ginsburg vom Vorstand der Peiner City-Gemeinschaft den Streit zwischen Stadt und Landkreis um den Kreishaus-Anbau. Die Kaufleute sind sauer.

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Entwurf: Ansicht auf den umgestalteten „Landkreis-Parkplatz“ mit der Neuanlage des Peiner Burgbergs und der neuen Kreisverwaltung.

Quelle: Grafik: Landkreis Peine

„Es kann nicht sein, dass sich zwei staatliche Einrichtungen nicht einigen können und die Wirtschaft am Ende darunter leidet.“ Zum Hintergrund: Der Landkreis plant einen Anbau an das Kreishaus auf dem Burgberg, der Bauantrag liegt seit Anfang Februar 2015 bei der Stadt. Weil der Burgberg aus Sicht der Denkmalschützer als schützenswert gilt, hat die Stadt Peine angekündigt, den Antrag abzulehnen. Daraufhin machte sich Kreisbaurat Wolfgang Gemba öffentlich Gedanken über alternative Standorte - zum Beispiel auf dem Hüttengelände in Ilsede (PAZ berichtete).

„Das wäre für die Peiner Kaufmannschaft eine Katastrophe“, sagt Siegel. Denn die Mitarbeiter des Kreises sind für die Geschäfte und für die Gastronomie in der Innenstadt gute Kunden. Nach den Überlegungen der Kreisverwaltung könnten rund 100 Beschäftigte nach Ilsede ziehen.

Doch nicht nur die 100 Mitarbeiter der Verwaltung gingen als Kunden möglicherweise verloren, weil sie ihre Einkäufe woanders erledigen. Siegel und Ginsburg fürchten auch um die Anziehungskraft, die die Verwaltung ausübt. „Auch wenn laut Gemba geplant ist, in Ilsede eher Fachdienste unterzubringen, die einen geringen Publikumsverkehr haben, auch diese Kunden gehen uns in der Innenstadt verloren“, sagen sie und warnen vor tiefen Einschnitten. Das Unverständnis der Kaufleute richtet sich vor allem gegen die Stadt. Sie kritisieren „die oft langsame Bearbeitung von Bauanträgen“. Auch Siegel und Ginsburg haben in diesem Bereich schon ihre Erfahrungen gemacht. „Selbst wenn ein Anbau ans Kreishaus nicht möglich ist, muss eine innenstadtnahe Lösung gefunden werden“, fordern die Kaufleute. So müsse auch geprüft werden, ob ein Neubau im Zuge der Gestaltung des Lindenquartiers infrage kommt.

von Thorsten Pifan

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