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Kreishaus-Anbau: Verwaltung für Burgberg-Standort

Peine Kreishaus-Anbau: Verwaltung für Burgberg-Standort

Peine. Der Kreis bleibt in der Diskussion um den Standort für die notwendige Erweiterung des Kreishauses standhaft: Er favorisiert für einen Kreishaus-Anbau weiter die Variante am Burgberg mit Überplanung des gesamten historischen Areals (PAZ berichtete).

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Der von der Kreisverwaltung weiterhin favorisierte Entwurf: So soll der Kreishaus-Anbau auf dem Schlossberg aussehen.

Quelle: Grafik: Landkreis Peine

„Wir haben zwölf Varianten durchgeplant und genau geprüft“, sagt Kreissprecher Henrik Kühn. „Die von uns vorgeschlagene Lösung ist aber die einzig mögliche.“

Zuvor hatte die Stadt kritisiert, es hätte keine alternativen Überlegungen zum derzeitigen Standortwunsch gegeben. „Eine Dokumentation dieser Überlegungen ist eigentlich nicht Bestandteil eines Bauantrages“, erklärt Architekt Michael Schrader vom Immobilienwirtschaftsbetrieb des Landkreises Peine. „Aber wir haben die Unterlagen umgehend nachgereicht.“

Darin finden sich zwölf Varianten für eine Erweiterung des Kreishauses, die nach dem Brandanschlag auf das Kreishaus im Januar 2011, bei dem das Nebengebäude komplett zerstört wurde, notwendig ist. „Aber wir wollen nicht nur bauen, sondern wir wollen auch so bauen, dass die Verwaltung funktioniert“, sagt Schrader. „Wir verfolgen ein bestimmtes Dienstleistungsprofil, wollen Bürgernähe präsentieren und gleichzeitig interne Funktionsprozesse wirtschaftlich gestalten.“ Heißt im Klartext: Alles soll übersichtlicher, offener, strukturierter und repräsentativer werden.

Die alternativen Überlegungen sehen allesamt Anbau-Möglichkeiten an das bestehende Kreishaus auf dem Burgberg vor - mal als Gebäudeverlängerung, mal im Innenhof, als Bogen, Kubus oder Zylinder. „Doch bei allen Alternativen gab es K.o.-Kriterien“, sagt Kühn. So müsse die Verwaltung Büroräume für derzeit etwa 80 in Containern untergebrachte Mitarbeiter - Tendenz steigend - planen, zudem sei ein Multifunktionsraum wichtig, in welchem der Kreistag tagen und Mitarbeiterversammlungen durchgeführt werden könnten. „Auch der historische Hintergrund dieses Areals ist uns nicht egal“, betont Schrader. „Daher favorisieren wir weiter diese Lösung, mit welcher der Burgberg aufgewertet und für die Bürger wieder erlebbar gemacht werden würde.“

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PAZ-INFO - Favorit: „Burgberg erlebbar machen“

Der Kreis Peine plant, im Zuge des vier Millionen teuren Kreishaus-Anbaus zusätzlich den gesamten Burgberg gemeinsam mit der Stadt umzugestalten.

„Die historischen Bastionsecken der Burganlage sollen revitalisiert werden“, erklärt Architekt Michael Schrader. „Wir wollen das Parkdeck wegnehmen, um dort die historische Hanglage wieder erkennbar zu machen. Dort soll ein „durchgrünter Parkplatz“ entstehen.

Zudem wolle man die Wallanlage nachkonstruieren und eine Promenade entwickeln. Vorgesehen sind dort ein Lindenplateau, Aufenthaltsorte und Hinweistafeln für die Bürger oder auch Gastronomie. Der Amtshof soll zudem mit einem Wasserbereich aufgewertet werden.

Da viele der überplanten Bereiche allerdings in städtischer Hand sind, wolle man mit der Stadtverwaltung zusammenarbeiten, sagt Kreissprecher Henrik Kühn. „Wir sind dafür auch bereit, uns an den städtischen Kosten zu beteiligen.“

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Reaktion der Stadt Peine: „Kreis schlägt erneut Konfrontationskurs ein“

Peine. Mit Unverständnis reagiert die Stadt Peine auf das öffentliche Vorpreschen des Landkreises in Bezug auf den Kreishaus-Anbau: „Es ist nicht verständlich, warum der Landkreis erneut einen öffentlichen Konfrontationskurs einschlägt“, sagt Stadt-Sprecherin Petra Neumann gegenüber der PAZ. „Es steht noch ein bereits verabredeter Gesprächstermin aus.“

Die Stadtverwaltung strebe „in dieser Angelegenheit eine gemeinsame Lösung im Dialog mit dem Landkreis an“, so Neumann. Erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey habe deshalb Landrat Franz Einhaus (SPD) dazu bereits am Dienstag eine Stellungnahme übermittelt. Darin weist er auf die Bedenken seitens der Stadt hin, der mittlerweile auf 120 Arbeitsplätze gewachsene Raumbedarf sei möglicherweise auch mit dem geplanten Neubau nicht zu decken. Zudem sei offen, welcher Anteil der neuen Arbeitsplätze „unmittelbaren Publikumsverkehr“ habe und welche Organisationseinheiten davon betroffen seien. Viele offene Fragen also, die die Stadt zunächst geklärt wissen möchte. „Es dürfte für alle Beteiligten sinnvoll sein, im Dialog ein Konzept für alle derzeit erkennbaren Aufgabenstellungen zu finden“, so Tarrey.

Als kurzfristige Zwischenlösung für die weiteren Container, die der Landkreis aufzustellen plant, weist Tarrey auf das leerstehende Verwaltungsgebäude der Härke-Brauerei hin. „Damit würden etwa 450 Quadratmeter Bürofläche zur Anmietung zur Verfügung stehen.

Und für den Fall, dass der Landkreis Peine trotz allem einen Neubau abseits seines derzeitigen Standortes in der Burgstraße in Erwägung ziehen sollte, würden nach Angaben des Ersten Stadtrates „weitere Standorte in der Stadt Peine in Betracht kommen, um den Bürgern einen zentralen Anlaufpunkt im Mittelzentrum anzubieten.“

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