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Kreisbaurat lehnt Naturschutzbeauftragten ab

Kreis Peine Kreisbaurat lehnt Naturschutzbeauftragten ab

Kreis Peine. Kreisbaurat Wolfgang Gemba möchte keinen ehrenamtlichen Kreisnaturschutzbeauftragten mehr. Und wenn doch, dann zumindest keine neue Amtszeit von Amtsinhaber Hans-Werner Kuklik.

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Das Peiner Kreishaus: Hier gibt es einen Streit um das Amt des Kreisnaturschutzbeauftragten.

Quelle: A

Dem wirft Gemba in einem internen Schreiben, das der PAZ vorliegt, „destruktive Arbeitsweisen“ vor. Doch von vielen Seiten gibt es energischen Widerspruch.

Kuklik „macht seine eigene Naturschutz-Politik“, fühle sich als „wahrer Hüter des Naturschutzes“ und diskreditiere mitunter Mitarbeiter des Landkreises, schreibt Gemba in einem internen Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden im Kreistag. „Das ist unanständig hoch drei und nicht in Ordnung“, findet Kuklik. „Natürlich rede ich dem Landkreis nicht nach dem Mund, aber was mir vorgeworfen wird, stimmt nicht.“ Kuklik ist seit August 2010 ehrenamtlicher Kreisnaturschutzbeauftragter. Die Amtszeit läuft noch bis Ende Juli dieses Jahres. Geht es nach Gemba fällt die Stelle danach weg - vor allem aber von einer „Wiederbestellung des derzeitigen Amtsinhabers“ möge der Kreisrat absehen.

Die Vorwürfe, die Gemba in dem dreiseitigen, internen Schreiben aufwirft, wiegen schwer. Das Vertrauen zwischen Kuklik und der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde des Kreises sei aufgebraucht, schreibt Gemba. Kuklik verstehe sich „als ‚Anführer‘ eines Kollektives von Personen und Verbänden, deren ‚Hauptfeind‘“ die Kreismitarbeiter seien. Ohnehin sei die Untere Naturschutzbehörde mittlerweile hochqualifiziert - und brauche gar keine fachliche Beratung mehr.

Immer wieder nutze der amtierende Naturschutzbeauftragte öffentliche Sitzungen, um „unangekündigt und mit Überraschungsmoment auf angebliche ‚Versäumnisse‘ oder ‚Fehlleistungen‘ der Mitarbeiter“ der Behörde des Kreises hinzuweisen. Gelegentlich kränke und diskreditiere er die Landkreismitarbeiter dabei, schreibt Gemba. Kuklik widerspricht: „Grundsätzlich gehe ich nie irgendwelche Personen namentlich an. Aber wenn es Sachen zu kritisieren gibt, dann spreche ich die natürlich an. Da muss man das schon aushalten, wenn man mal anderer Meinung ist“, betont er. „Ich verstehe mich als ‚Anwalt für die Natur‘ und möchte mich für den höchstmöglichen Schutz für Tiere und Pflanzen einsetzen.“ Kuklik habe in Sachfragen aber vorab immer das Gespräch mit dem Landkreis gesucht. „Ab und zu hat die Behörde wohl aber vergessen, mich zu diesen vorbereitenden Gesprächen einzuladen.“

Den Vorwurf, Kuklik sei Kreismitarbeiter persönlich angegangen und in öffentlichen Sitzungen auf Streit aus gewesen, kann sich auch Jürgen Streichert nicht erklären. Der Grünen-Politiker war acht Jahre lang Vorsitzender des Kreis-Umweltausschusses. „Ich habe dabei nie mitbekommen, dass Herr Kuklik Personen angegriffen hätte. Sicher hat er oft kritische Positionen vertreten. Aber das ist auch seine Aufgabe als Kreisnaturschutzbeauftragter“, sagt Streichert. „Ich jedenfalls hoffe, dass dem Vorschlag von Herrn Gemba nicht gefolgt wird.“

Das hoffen auch die Peiner Naturschutzverbände, mit denen der Kreisnaturschutzbeauftragte eng zusammen arbeitet. Kuklik würde für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen, bestätigte er gegenüber der PAZ.

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