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Kreis sucht Alternativen für Gebläsehalle

Kreis Peine Kreis sucht Alternativen für Gebläsehalle

Kreis Peine. Schwer zu schaffen macht dem Landkreis Peine die Flüchtlingskrise. Das drängendste Problem: der Betrieb der Ilseder Gebläsehalle als Erstaufnahme-Einrichtung. Aktuell sind dort 230 Flüchtlinge untergebracht. Für Montag wurden gestern - während eines Pressegesprächs bei Landrat Franz Einhaus (SPD) - weitere 100 Personen angekündigt.

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Die Ilseder Gebläsehalle dient seit Mitte des Monats als Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge.

Quelle: Michael Lieb (mic)

Da unklar ist, wie sich der Flüchtlingsstrom entwickelt, sucht die Verwaltung dringend nach weiteren Unterkünften. Und: Sie fordert vom Land mehrere 100 000 Euro für den Betrieb der Halle zurück.

„Wir befinden uns in einer absoluten Notsituation“, sagte Einhaus. Das Land Niedersachsen habe ursprünglich für einen Monat um Amtshilfe bei der Erstaufnahme gebeten. Derzeit gebe es jedoch keine konkrete Auskunft darüber, wie lange und vor allem in welchem Umfang diese eingefordert werde.

Nach derzeitigem Stand reichen die Kapazitäten aus. Es ist wie vom Land gefordert Platz für 500 Menschen in der Halle.Tatsächlich sind von den 463 nach Ilsede gebrachten Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak aber nur noch 230 da. Der Grund: Viele reisen auf eigene Faust weiter. Und das ist legitim. Personen, die noch nicht registriert sind, können nicht zum Bleiben gezwungen werden, erhalten aber auch keine Leistungen. Theoretisch könnte das Land dem Kreis bis zu 1300 Flüchtlinge zur Erstaufnahme schicken. Erst dann wäre der Höchstschlüssel nach Einwohnerzahl erfüllt, hieß es.

Für den Kreis steht fest: Sollte das Land die Amtshilfe für die Erstaufnahme über einen längeren Zeitraum beanspruchen, werden Alternativen zur Gebläsehalle benötigt, auch weil die Betriebskosten außergewöhnlich hoch sind. Derzeit würden mehrere Varianten geprüft, von Anmietungen von Hallen bis zu Neubauten. Favorisierter Standort ist die Stadt Peine. Sporthallen seien aber nicht im Gespräch. Der Kreis Peine erwartet, dass das Land sämtliche Kosten, die für die Erstaufnahme entstehen, erstattet. Für Unterbringung, Sicherheit und Einnahmeausfälle belaufe sich die Summe schon jetzt auf mehrere 100 000 Euro. Sämtliche Veranstaltungen, die bis Ende des Jahres in der Halle stattfinden sollten, sind bereits abgesagt worden. Wie es im nächsten Jahr weitergeht, steht noch nicht fest

Der Kreis will im November zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Ilsede einladen. Der Termin steht noch nicht fest.

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