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Kreis straft Schulschwänzer mit Bußgeld

Peine Kreis straft Schulschwänzer mit Bußgeld

Die Zahl der Schüler im Peiner Land, die über Tage und Wochen die Schule schwänzen, steigt. Jährlich setzt der Landkreis Peine als Folge bis zu 30 000 Euro an Bußgeldern fest. Vor allem aber gibt es Hilfe für die Probleme der betroffenen Schüler.

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Schulschwänzer im Visier: Wer dauerhaft die Schule schwänzt, muss mit einem Bußgeld rechnen, bekommt aber auch Hilfe.

Peine. Für hartnäckige Schulverweigerer kann es teuer werden: Pro Fehltag werden sechs Euro fällig. Wiederholungstäter zahlen zwölf Euro, sagt Kreis-Sprecher Henrik Kühn. Und da es nicht um die Woche „Unlust“ geht, die Schüler verspüren, sondern um schwere Fälle, kommt am Ende eine stattliche Summe zusammen. „Wir setzen jedes Jahr zwischen 25 000 und 30 000 Euro an Bußgeldern fest“, sagt Kühn. Denn Schule schwänzen ist eine Ordnungswidrigkeit. Allerdings fließen nur etwa 30 Prozent davon tatsächlich in die Kreiskasse. „Eine Vielzahl wird in Arbeitsauflagen umgewandelt, manchmal sogar in Arrest.“

Auffällig ist, dass die Zahl der Schulverweigerer in den vergangenen Jahren ständig gestiegen ist. 2008 wurden dem Landkreis noch 60 Schüler gemeldet, die unentschuldigt dem Unterricht fern geblieben sind. 2010 waren es schon 77 Schüler und aktuell hat der Fachdienst Schule schon 60 Anzeigen vorliegen – und das, obwohl das Schuljahr noch lange nicht vorbei ist.

„Dabei geht es nicht leichte Fälle“, sagt Kühn. Wenn ein Schüler fehlt, ohne dass er eine Entschuldigung vorweisen kann, schalten sich zunächst die Schulleitungen oder die Sozialpädagogen ein. Zeigt das keine Wirkung, werden die Eltern oder die Erziehungsberechtigten informiert – schriftlich. Bis zu drei Mahnungen werden verschickt, bevor es zur Anzeige kommt.

„Insgesamt ist die Zahl der Schulverweigerer aber gering“, sagt Kühn. Etwa ein Prozent schwänzt sehr häufig und dauerhaft. Bei dem Großteil handele es sich um Einzelfalltäter, manchmal komme es aber auch zu Wiederholungstaten. „Bei einigen von ihnen ist abzusehen, dass sie die Schule gar nicht mehr besuchen“, sagt Kühn.

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Hilfe für Schulverweigerer

Die Bußgelder, die der Landkreis für Schulverweigerer und ihre Erziehungsberechtigten verhängt, sind zwar als Denkzettel gedacht – doch oft stecken hinter dem permanenten Schuleschwänzen ganz andere Probleme. „Deshalb greifen sofort weitere Maßnahmen, um den Schülern zu helfen, die sich weigern zur Schule zu gehen“, sagt Landkreis-Sprecher Henrik Kühn. Die Koordination dieser Hilfe übernimmt das kreiseigene Jugendamt. „Der erste Schritt sind Beratungsgespräche, bei denen sich die Mitarbeiter auch ein besseres Bild von den Problemen der Jugendlichen machen können“, sagt Kühn. Von dort werden manche Jugendliche zur Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche weiter geleitet. Dort beschäftigt der Landkreis Psychologen. Weitere Hilfe gibt es bei speziellen Projekten der Caritas – zum Beispiel in der Jugendwerkstatt. „Meistens greift ein ganzes Paket an Hilfestellungen für die betroffenen Jugendlichen“, sagt Kühn. Denn die Gründe für die Schulverweigerung seien genauso vielfältig.

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