Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Kreis investiert in Integration von Flüchtlingen

Peine Kreis investiert in Integration von Flüchtlingen

Peine. Zur Integration von Flüchtlingen will der Landkreis in diesem und im kommenden Jahr mehr als 500.000 Euro in die Hand nehmen. Ziel ist es dabei, die Menschen in Arbeit zu vermitteln, ihnen gleichzeitig aber auch die Sprache und vor allem Werte wie zum Beispiel Gleichstellung von Mann und Frau sowie Religionsfreiheit zu vermitteln.

Voriger Artikel
NDR drehte zum Buch „Tatort Peine“ von Bernd Jankowski
Nächster Artikel
SPD-Generalsekretärin Barley im großen PAZ-Interview

Der Landkreis Peine will Projekte entwickeln um  Flüchtlinge nicht in den Arbeitsmarkt, sondern auch in die Gesellschaft zu integrieren.

Quelle: Archiv (dpa)

Am Rand der Regionalen Integrationskonferenz „Werkstatt Arbeit - Wege in die Beschäftigung“ stellte Landrat Franz Einhaus (SPD) das Projekt vor. In der kommenden Woche will er es dem Kreis-Ausschuss präsentieren und dort zur Diskussion stellen.

„Wir müssen nach der Aufnahme und Unterbringung der Flüchtlinge jetzt in die zweite Phase übergehen und sie integrieren. Denn sobald die Asylverfahren abgeschlossen sind und die Menschen eine Bleibeperspektive haben, sind wir als Landkreis zuständig“, sagte Einhaus. Bis zum Jahresende sollen so viele Daten wie möglich erfasst werden, um zielgerichtet Deutschkurse, Praktika und Ausbildungen organisieren zu können.

Mit dem Integrationsgesetz wurde auch die Möglichkeit geschaffen, Flüchtlingen gemeinwohlorientierte Beschäftigung zu vermitteln. Der Kreis Peine plant, rund 80 Stellen zur Verfügung zu stellen. Der Bund finanziert dabei die Stellen mit 250 Euro, was aus Sicht des Landkreises nicht ausreicht. Deshalb sollenl je Stelle weitere 250 Euro in die Hand genommen werden. Für 2016 und 2017 entspricht das rund 320 000 Euro. Zudem soll Geld für zwei Sozialarbeiter und eine Verwaltungsfachkraft bereit gestellt werden, so dass am Ende rund 500 000 Euro für das Projekt benötigt werden.

Aktuell leben im Peiner Land rund 1500 Flüchtlinge, 700 haben eine gute Bleibeperspektive, etwa 350 sind ausreisepflichtig. Einhaus sagte: „Soll die Integration in Arbeit gut gelingen, braucht es anschlussfähige Bildungsketten; es braucht aber vor allem individuelle Beratung und strukturelle Interventionen, da vorhandene Angebote nicht ausreichen. Um Datenerhebung und Integration der Flüchtlinge gut zu managen, wollen wir deshalb ab Oktober ein sogenanntes Übergangsmanagement einrichten.“ Dabei würde die Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe aus der Kreisverwaltung maßgeblich einbezogen werden.

Aufgaben des Übergangsmanagement

Landrat Franz Einhaus (SPD) will für die Integration von Flüchtlingen einen Kraftakt vollbringen. Seine Idee ist ein Übergangsmanagement, das folgende Aufgaben haben soll:

  • die individuelle Beratung der Asylbewerber, überwiegend durch Verweis an die „richtigen Stellen“,
  • das Herstellen von Vernetzung mit Einrichtungen, Ehrenamtlichen und Wirtschaft,
  • Informationen über Fördermöglichkeiten in Ausbildung, Wirtschaft und Handwerk sicherstellen,
  • die Koordinierung bei Kursen und Maßnahmen mit Blick auf anschlussfähige Bildungsketten,
  • die Fortschreibung der Konzepte.

von Thorsten Pifan

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Bombendrohnung in der Peiner City
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung